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2:0 gegen Dortmund : Bremen beendet sieglose Ligazeit

  • Aktualisiert am

Freie Bahn für Johan Micoud Bild: dpa/dpaweb

Meister Werder Bremen hat mit einem 2:0-Erfolg über Dortmund im angekündigten „Adventsfinale“ den ersten Schritt aus dem Mittelfeld der Tabelle zurück Richtung Spitzengruppe gemacht.

          2 Min.

          Der deutsche Fußball-Meister kann in der Fußball-Bundesliga doch noch gewinnen. Nach vier Punktspielen ohne Sieg gelang Werder Bremen am Samstag gegen Borussia Dortmund mit dem 2:0 (1:0) der ersehnte dreifache Punktgewinn.

          Vor 40.702 Zuschauern im Weser-Stadion bot Werder nach schwachem Beginn eine Leistungssteigerung und gewann gegen den weiter kriselnden BVB dank der Treffer von Johan Micoud (32.) und Valerien Ismael (55.) problemlos und verdient. Die schwachen Dortmunder rutschten hingegen mit der Niederlage noch weiter Richtung Abstiegsplätze.

          Bremen mit langsamen Anlauf

          Die Bremer wirkten nach den mäßigen Auftritten in den zurückliegenden Wochen zunächst verunsichert und profitierten von der Dortmunder Harmlosigkeit. Ohne Mut und ohne Risiko startete Werder in die Partie. Selbst Profis wie den Nationalspielern Fabian Ernst und Tim Borowski unterliefen eklatante Patzer wie Fehlpässe und Annahmefehler. Vom druckvollen Spiel, das die Bremer in dieser Saison vor allem in der Champions League bereits gezeigt hatten, war viel zu wenig zu sehen. Erst nach einer halben Stunde gab es bei einem Schuß von Miroslav Klose die erste nennenswerte Chance.

          Zudem mußten die Bremer Mitte der ersten Halbzeit einen Schock verkraften. Ivan Klasnic war bei einem Zweikampf auf die Schulter gestürzt und mußte in der 23. Minute durch Angelos Charisteas ersetzt werden, der Sekunden nach seiner Einwechselung wegen einer angeblichen Schwalbe die Gelbe Karte vom schwach pfeifenden Lutz Michael Fröhlich (Berlin) sah.

          Klose mit starkem Spiel

          Während die Gastgeber sich im Lauf des Spiels immerhin steigerten, ohne dabei zu glänzen, agierten die Gäste über 90 Minuten völlig enttäuschend. Die Dortmunder, die neben einem halben Dutzend verletzter Spieler auch den kranken Ewerthon (Grippe) ersetzen mußten, zeigten besonders im Spielaufbau extreme Schwächen. Viel zu zögerlich präsentierte sich der BVB, bei dem sich Tomas Rosicky als Spielgestalter fast nie durchsetzen konnte und Dede ein Totalausfall war. Gelungene Spielzüge und druckvolle Aktionen waren die absolute Ausnahme. Auch die frühen Auswechslungen von Saher Sensie und Dede halfen nicht, zumal direkt danach die Vorentscheidung durch den zweiten Bremer Treffer fiel.

          Zumindest in der Defensive standen die Dortmunder lange Zeit halbwegs sicher, so daß Roman Weidenfeller zwischen den Pfosten trotz Werder-Überlegenheit lange Zeit wenig zu tun hatte. Bei der Bremer Führung hatte der Torwart Pech, denn den schönen Drehschuß von Klose parierte er zwar, doch der Ball landete direkt vor den Füßen von Micoud - und der französische Regisseur ließ sich die Chance nicht entgehen und erzielte souverän seinen vierten Saisontreffer. Am zweiten Tor war Micoud ebenfalls beteiligt: Seinen von rechts getretenen Freistoß drückte Ismael per Kopf ins Netz.

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