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2:0 gegen Bielefeld : „Joker“ Scholl führt Bayern zum Sieg

  • Aktualisiert am

Bayern-Verteidiger Sagnol (r.) ringt mit Bielefelds Kobylik Bild: dpa/dpaweb

Das erste Tor von Michael Ballack bereitete er vor, das zweite machte er selbst. Mehmet Scholl kam spät und wurde beim 2:0 des FC Bayern München gegen Arminia Bielefeld dennoch zum Matchwinner.

          2 Min.

          Ein später Doppelschlag von Michael Ballack und Mehmet Scholl hat den FC Bayern München in der Fußball-Bundesliga auf Titelkurs gehalten. Nach einer lange Zeit enttäuschenden Vorstellung gewann der Spitzenreiter am Samstag sein Heimspiel gegen Arminia Bielefeld mit 2:0 (0:0) und wahrte damit seinen Vorsprung von vier Punkten auf den Hamburger SV.

          Nationalmannschafts-Kapitän Ballack brachte die lange schwerfälligen Bayern in der 69. Minute mit seinem 13. Saisontor auf die Siegerstraße, der eingewechselte Scholl erzielte nur vier Minuten später ebenfalls mit einem Distanzschuß den zweiten Treffer.

          Felix Magath ernannte seinen Edel-Joker Scholl zum Matchwinner: „Es ist einfach fantastisch, wenn Mehmet reinkommt. Er macht sofort Dinge, die zu Torchancen führen. Er hat wieder einen großen Teil dazu beigetragen, daß wir ein Spiel gewinnen“, sagte der Bayern-Trainer. Angesichts des Hamburger 2:0-Erfolges in Duisburg war der Heimsieg auch unbedingt nötig, wie Manager Uli Hoeneß betonte: „Wir müssen den HSV sehr ernst nehmen und dürfen nicht meinen, die Meisterschaft ist gelaufen. Am Ende der Saison ist alles Nervensache.“

          Kahn auf der Tribüne

          Bayern-Trainer Felix Magath hatte von seinen Spielern ein österliches Fußballfest für die Fans gefordert, doch darauf warteten die 69.000 Zuschauer in der auch im 15. Saison-Heimspiel ausverkauften Allianz Arena vergeblich. Für Kapitän Oliver Kahn war die Partie sogar schon vor dem Anpfiff gelaufen: Der Nationaltorhüter wurde beim Warmmachen bei einem Schuß seines Stellvertreters Michael Rensing voll im Gesicht getroffen und mußte mit einem stark geschwollenen rechten Auge passen. Von der Tribüne aus mußte Kahn mit ansehen, wie seine Teamkollegen sich abmühten und Ersatzkeeper Rensing im Bayern-Tor einen Nachmittag ohne viel Arbeit verlebte.

          Die Bayern diktierten zwar - angetrieben vom einsatzfreudigen Ballack - jederzeit das Spiel und hatten auch die deutliche Mehrzahl an Torchancen, sie spielten aber nicht meisterlich. Besonders auffällig waren die eklatante Flankenschwäche, eine Vielzahl von technischen Fehlern und die fehlende Spritzigkeit.

          Scholl als Vorbereiter und Torschütze

          Trotzdem hätten sich die Münchner einige Pfiffe ihrer Fans ersparen können, wenn sie frühzeitig eine ihre Torchancen genutzt hätten. Aber in der Anfangsphase traf Claudio Pizarro aus 15 Metern nur den Pfosten (13.), und bei Ballacks Gewaltschuß klärte wenige Sekunden später der Bielefelder Petr Gabriel für seinen geschlagenen Torwart Mathias Hain auf der Linie. Eine weitere vergebene Pizarro-Chance blieb der einzige weitere Höhepunkt bis zur Pause.

          Die Bielefelder kämpften zwar fleißig, aber insbesondere nach vorne lief wenig. Ein Fallrückzieher von Isaac Boakye in der 51. Spielminute war der einzige ernsthafte Torschuß. Erst mit der Einwechslung von Scholl ging bei den Bayern die Post doch noch ab. Fünf Minuten nach seiner Einwechslung bereitete der Edel-Joker das Führungstor von Ballack vor. Beim 13. Saisontor des Mittelfeldstars sprang sein 18-Meter-Schuß vom Pfosten an Torwart Hains Rücken und von dort ins Tor. Nur vier Minuten später war dann Scholl selbst mit einem Distanzschuß ins kurze Eck erfolgreich.

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