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1. FC Saarbrücken : Auch Saar-Innenminister stolpert über Fußball

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Klaus Meiser Bild:

Nur eine Woche nach dem Rücktritt von Reinhard Klimmt ist auch dem Saar-Innenminster Klaus Meiser die Finanzaffäre um den 1. FC Saarbrücken zum Verhängnis geworden.

          Der zurückgetretene Saar-Innenminister Klaus Meiser war oberster Dienstherr der Polizei im Land und hatte als Ressortminister auch die Aufsicht über den Sport. Im CDU-Kabinett von Ministerpräsident Peter Müller galt er als politisches Allroundtalent.

          Doch ähnlich wie zuvor schon Ex-SPD-Landeschef und Bundesverkehrsminister Reinhard Klimmt stolperte nun auch der 46 Jahre alte CDU-Politiker Meiser über seine Fußball-Leidenschaft, nachdem die Strafverfolgungsbehörden gegen ihn wegen Verdachts der Beihilfe zur Untreue tätig wurden.

          Der gelernte Jurist Meiser, der schon mit Klimmt in Prominenten-Mannschaften selbst die Fußball-Stiefel schnürte, war und ist Vize-Präsident des in eine Finanzaffäre verstrickten Fußballclubs 1. FC Saarbrücken, der möglicherweise illegitim 615 000 Mark Caritas- CTT-Gelder erhielt.

          Auf Firmenkosten zur Fußball-WM 1998

          Meiser und 1. FCS-Präsident Klimmt hatten einen Scheinvertrag unterschrieben, um dem finanziell maroden Fußballverein in der zweiten Hälfte der 90er-Jahre wieder auf die Beine zu helfen. Als die Staatsanwälte schon ermittelten, nahmen sich Meiser und Klimmt gegenseitig in Schutz und beteuerten ihre Unschuld. Sie hätten nur dem Verein helfen wollen und sich nicht persönlich bereichert. Meiser hat bereits ein gegen Zahlung von 11 600 Mark eingestelltes staatsanwaltliches Ermittlungsverfahren wegen Vorteilsnahme hinter sich, nachdem er 1998 mit anderen Kommunalpolitikern auf Einladung einer Firma kostenlos zur Fußball-WM nach Frankreich reiste.









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