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1. FC Kaiserslautern : Muss Klose in der Finanznot verkauft werden?

  • Aktualisiert am

Verkaufsobjekt? Miroslav Klose Bild: dpa

Beim krisengeschüttelten Bundesliga-Schlusslicht 1. FC Kaiserslautern kehrt keine Ruhe ein. Aus finanziellen Gründen könnte ein Verkauf von Stürmer Miroslav Klose in Frage kommen.

          Beim krisengeschüttelten Bundesliga-Schlusslicht 1. FC Kaiserslautern kehrt keine Ruhe ein. Vor der für den kommenden Dienstag geplanten Offenlegung der Bilanzen verdichten sich Gerüchte über große finanzielle Probleme bei dem pfälzischen Traditionsklub.

          Einem Bericht der Rheinpfalz zufolge soll Nationalspieler Miroslav Klose sofort verkauft werden und nur noch bis Saisonende beim FCK „geparkt“ werden. Der designierte Vorstandsvorsitzende Rene C. Jäggi wollte die Gerüchte am Donnerstag weder bestätigen noch dementieren.

          Ausstiegsklausel 2004

          Fakt ist, dass Klose noch einen Vertrag bis 2005 hat, jedoch für 2004 eine Ausstiegsklausel besitzt. Somit könnte nur noch Ende dieser Saison eine frei aushandelbare Ablöse erzielt werden. Der Stürmer hatte zuletzt im Kreise der Nationalmannschaft bestätigt, „irgendwann ein anderes Trikot als jenes des 1. FC Kaiserslautern zu tragen.“

          Ungehalten reagierte der Schweizer auf die erneute Auseinandersetzung innerhalb des Klubs um den Sportdirektor-Vertrag seines Landsmanns Ciriaco Sforza. „Ich kommentiere keine Aktionen von vernünftigen und erwachsenen Menschen“, sagte der kommende FCK-Boss im Hinblick auf den Vorstoß des komissarischen Aufsichtsratsvorsitzenden Hubert Keßler.

          Keßler hatte zuletzt noch einmal beteuert, dass die Mitglieder des Gremiums nicht in die Vertragsdetails eingeweiht waren. Der Funktionär wies damit Behauptungen von Ex-Boss Jürgen Friedrich zurück. Der frühere Vorstands-Chef hatte erklärt, dass der Aufsichtsrat über Sforzas Engagement von Anfang an Bescheid wusste und Keßler in diesem Zusammenhang als „Quatschkopf“ bezeichnet.

          Allerlei Ungereimtheiten

          Vorwürfe hatte Keßler auch gegen den ehemaligen Aufsichtsrats-Chef Dr. Robert Wieschemann erhoben. Der Jurist, der sich mittlerweile aus allen FCK-Gremien zurückgezogen hat, soll zum Höhepunkt der Vereinskrise während des Schlichtungsgesprächs beim rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Kurt Beck die Existenz von Sforzas Option auf das Sportdirektor-Amt bestritten haben.

          Inzwischen meldeten sich allerdings mehrere Teilnehmer des Gesprächs zu Wort und behaupteten, dass Wieschemann sehr wohl den Sportdirektor-Vertrag Sforzas offengelegt habe. Endgültige Klarheit über die Ungreimtheiten ist erst auf der mit Spannung erwarteten Mitgliederversammlung am 15. Oktober zu erwarten. Bei der von Beck moderierten Sitzung wird ein neuer Aufsichtsrat gewählt. Neben den bisherigen Amtsinhabern kandidieren auch zahlreiche andere Personen und Gruppierungen.

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