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1:1 gegen Dortmund : Der Mainzer Höhenflug hält an

  • Aktualisiert am

Groß gegen Klein: Kehl wehrt sich gegen den Mainzer Azaouagh Bild: AP

Auch gegen Borussia Dortmund kann der Aufsteiger bestehen: Trotz eines frühen Rückstands gelang der Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp ein Punktgewinn gegen den BVB.

          2 Min.

          Borussia Dortmund steckt im Bundesliga-Mittelmaß fest. Beim forschen Aufsteiger FSV Mainz 05 kam der ambitionierte Altmeister am Sonntag abend trotz einer Reihe von Großchancen über ein enttäuschendes 1:1 (1:0) nicht hinaus und konnte dadurch nicht wie erhofft den Anschluß an die Spitzengruppe herstellen.

          Vor 20.300 Zuschauern im ausverkauften Stadion Am Bruchweg brachte Jan Koller (9.) den BVB zwar in Führung, doch Benjamin Auer (56.) sicherte dem stark gestarteten Neuling einen weiteren wertvollen Punkt. Mainz blieb im fünften Punkt-, Dortmund im siebten Pflichtspiel in Serie unbesiegt.

          „Wir haben super gespielt, aber es versäumt, in der ersten Halbzeit den Sack zuzumachen. Wir hätten fünf oder sechs Tore schießen können. Jetzt stehen wir wieder mit nur einem Punkt da“, meinte BVB-Verteidiger Christian Wörns enttäuscht. FSV-Trainer Jürgen Klopp war zufrieden: „Wir haben über 90 Minuten ein richtig
          gutes Spiel gemacht. Wir haben ein blödes Tor gekriegt, aber eine sehr gute Reaktion gezeigt und ständig den Druck hochgehalten.“

          Dortmund gefährlicher, Mainz engagierter

          Im ersten Bundesliga-Duell zwischen beiden Widersachern boten die Dortmunder zwar lange die reifere Spielanlage, Mainz kämpfte dafür bis zum Umfallen. Die Dortmunder, bei denen Dede den Anpfiff abermals auf der Ersatzbank erlebte, versteckten sich nicht und kamen zur erhofften frühen Führung. Koller nutzte einen langen Freistoß von Niclas Jensen per Kopf zu seinem dritten Saisontreffer. Ewerthon (20.) und Florian Kringe (28.) hätten den Vorsprung danach ausbauen können, doch beide scheiterten am aufmerksamen Mainzer Torhüter Dimo Wache.

          Vier Minuten vor dem Pausenpfiff hätte Ewerthon das 2:0 vorlegen müssen, als er allein auf das Tor zulief. Doch der Stürmer setzte seinen Lupfer viel zu lässig an und scheiterte am überragenden Wache, der dann auch noch ein Eigentor von Robert Nikolic (45.) verhindern konnte. Dem zu diesem Zeitpunkt recht hilflos agierenden Aufsteiger aus Mainz fehlte vor allem im Mittelfeld ein Denker und Lenker. Gute Chancen von Antonio da Silva (34.) und Nikolic (43.) entsprangen nur aus Fernschüssen.

          Nach dem Wechsel verstärkte Mainz seine Offensiv-Bemühungen und setzte die nicht immer sicher wirkende BVB-Abwehr unter Druck. Nach Christoph Babatz' Pfosten-Freistoß war Auer per Kopf zur Stelle und markierte den wichtigen Ausgleich. Dortmund blieb bei Kontern dennoch gefährlich: Odonkor (58.) schoß allein vor Wache vorbei, Ewerthon (70.) traf per Seitfallzieher den Ball nicht richtig. Glück hatten die Mainzer, als Schiedsrichter Wack ein Demel-Tor (77.) wegen vorausgegangenen Foulspiels von Koller nicht anerkannte.

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