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1:0 gegen Gladbach : Dank Schneiders Mut zur Tabellenführung

  • Aktualisiert am

Begeistert über ein tolles Tor: Schneider (l.) und Ramelow Bild: AP

Der letztjährige Fast-Absteiger Bayer Leverkusen avanciert unter Trainer Klaus Augenthaler allmählich zu einem Titelanwärter. Nach dem 1:0 gegen Mönchengladbach bleibt das Werksteam Spitzenreiter.

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          Dank Bernd Schneider hat Bayer Leverkusen die Bundesliga-Spitze zurückerobert und seinen Start-Rekord ausgebaut. Mit seinem Treffer in der 49. Minute und einer Rettungstat auf der Linie (90.) bescherte der Nationalspieler seiner Werks-Elf am Sonntag den wertvollen 1:0 (0:0)-Heimsieg über Borussia Mönchengladbach, durch den Leverkusen den VfB Stuttgart nach nur einem Tag wieder auf den zweiten Tabellenplatz verdrängte.

          Vor 22.500 Zuschauern in der ausverkauften BayArena tat sich das Team von Klaus Augenthaler schwerer als erwartet, stockte sein Konto aber dennoch auf die Vereins-Bestmarke von 25 Punkten aus 10 Partien auf. Die auswärtsschwachen Gladbacher warten nun schon seit 9 Spielen auf einen Sieg und bleiben auf Abstiegsrang 17 hängen.

          Fernschüsse lange ohne Wirkung

          Eine Woche nach dem grandiosen 4:1-Erfolg in Berlin agierten die Hausherren ungewohnt hektisch und konnten die kompakt stehende Borussia dadurch anfangs nicht wie erwartet unter Druck setzen. Bei Bayer konnte sich allein Robson Ponte gut in Szene setzen. Der Mittelfeldakteur deutete seine Gefährlichkeit bei zwei Fernschüssen (15./17.) an und hätte bei seiner dritten Chance beinahe die Führung erzielt, doch der Linksschuß klatschte an den rechten Pfosten (22.).

          Allmählich kam die spieltechnische Überlegenheit der Hausherren besser zum Tragen, obwohl sie weiter zu statisch zu Werke gingen. Schneider (27.), dem freistehenden Juan (32.) und dem erstmals von Beginn an zum Zuge gekommenen Yildiray Bastürk (34.) boten sich noch gute Einschußmöglichkeiten, die alle ungenutzt blieben. Die recht offensiv ausgerichteten Gäste hielten forsch dagegen, waren gegen die gut organisierte Viererkette aber nur bis zum Strafraum gefährlich.

          Schneider rettet auf der Linie

          „Wir hatten die besseren Chancen, müssen aber einen Zahn zulegen“, forderte Bayer-Sportdirektor Jürgen Kohler zur Pause. Und der erste Schuß nach Wiederanpfiff saß: Schneider traf nach Bastürks Zuspiel mit voller Wucht von der Strafraumgrenze. Auf der Gegenseite mußte Hans-Jörg Butt bei Demos Freistoß (55.) erstmals eingreifen. Zehn Minuten später rettete der Keeper glänzend gegen Joris van Hout, nachdem die Borussen ihre Angriffsbemühungen nochmals intensivierten. Da Schneider in letzter Minute bei Asanins Kopfball auf der Linie klärte, brachte Bayer 04 den glanzlosen Erfolg über die Zeit.

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