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1:0 gegen Bielefeld : Bayern gewinnt, macht Magath aber nicht glücklich

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Mr. Treffsicher: Roy Makaay Bild: AP

Vor dem Auftaktspiel in der Champions League bei Maccabi Tel Aviv sicherte Torjäger Roy Makaay den Bayern ein glanzloses 1:0 gegen Aufsteiger Bielefeld.

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          Der FC Bayern München hat gegen Arminia Bielefeld den geforderten Pflichtsieg erzielt, aber die hohen Ansprüche des neuen Trainers Felix Magath abermals nicht erfüllt.

          Vier Tage vor dem Auftaktspiel in der Champions League bei Maccabi Tel Aviv bescherte Torjäger Roy Makaay dem deutschen Rekordmeister am 4. Bundesliga-Spieltag mit seinem zweiten Saisontor (26.) ein glanzloses 1:0 (1:0) gegen den Aufsteiger. Von den 48.000 Zuschauern im Olympiastadion gab es statt Applaus gellende Pfiffe. Mit sieben Punkten liegen die Bayern allein rechnerisch halbwegs im Soll. Die kampfstarken, aber harmlosen Bielefelder müssen im Kampf um den Klassenverbleib gegen andere Gegner punkten.

          Deisler zunächst draußen

          „Felix Magath ist ein sehr guter und konsequenter Trainer“, lobte Geburtstagskind Franz Beckenbauer, der am Samstag 59 Jahre alt wurde, vor dem Anpfiff nochmals den Nachfolger von Ottmar Hitzfeld. Seine Konsequenz dokumentierte Magath bei der Aufstellung dadurch, daß er Sebastian Deisler nach dem Länderspiel gegen Brasilien (1:1) zunächst zur Schonung auf die Ersatzbank beorderte. Für den Nationalspieler ließ er aber nicht Bastian Schweinsteiger, sondern Hasan Salihamidzic im rechten Mittelfeld spielen. Ein Fehler, den Magath korrigierte, in dem er nach der Pause für Salihamidzic doch noch Deisler brachte, der dem schwachen Bayern-Spiel aber auch keinen Schwung geben konnte.

          Als wertvoll erwies sich der Einsatz des von einer Angina geschwächten Michael Ballack. Der Nationalspieler war an den wenigen gefährlichen Aktionen der Bayern beteiligt und auch Ausgangspunkt des einzigen Tores, das er mit einem Zuspiel auf Makaay einleitete. Der Niederländer „tunnelte“ Gegenspieler Petr Gabriel und schoß nach einem Solo über 35 Meter überlegt mit links ein. Ballack hätte nach einem Paß von Tobias Rau noch vor der Pause fast auf 2:0 erhöht, doch Bielefelds Torhüter Mathias Hain reagierte prächtig (41.).

          Lob von Beckenbauer - für Bielefeld

          Die Ostwestfalen agierten defensiv, erarbeiteten sich aber einige wenige Chancen, die beste in der 38. Minute: Nachdem Bayerns Jung-Nationalspieler Andreas Görlitz zweimal im Fünf-Meter-Raum geklärt hatte, traf der gut spielende Rechts-Verteidiger Benjamin Lense per Kopf - doch wegen der Abseitsstellung eines Mitspielers wurde das Tor nicht anerkannt. Ein gutes Bundesliga-Debüt gab zudem der Bielefelder Vertragsamateur Mathias Langkamp (20) in der Innenverteidigung.

          „Für einen Aufsteiger stellen die sich sehr clever an“, lobte Beckenbauer zur Pause lieber den Gegner als seine Bayern, die durch Zé Roberto gleich nach dem Wechsel eine Chance besaßen, doch der Schuß des Brasilianers ging vorbei (46.). Der für den verletzten Roque Santa Cruz im Sturm aufgebotene Iraner Hashemian vergab freistehend eine weitere große Kopfballmöglichkeit (58.). Ein höherer Bayern-Sieg wäre aber auch nicht verdient gewesen.

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