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0:2 gegen Leverkusen : Hansa Rostock wie Tasmania Berlin

  • Aktualisiert am

Berger konnte Rostock nicht den Weg zum Sieg weisen Bild: AP

Hansa Rostock hat mit der achten Heimniederlage in Serie die Hoffnung auf eine Wende unter Trainer Jörg Berger nicht erfüllen können. Leverkusen setzte sich ohne Gegenwehr mit 2:0 durch.

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          Auch unter „Retter“ Jörg Berger hat Hansa Rostock seinen Heimfluch nicht brechen können und steckt immer tiefer im Abstiegsstrudel fest. Die Hanseaten mußten sich am Samstag vor 15.800 Zuschauern im heimischen Ostseestadion Bayer Leverkusen mit 0:2 (0:1) geschlagen geben und stellten mit der achten Heimpleite in Serie den Negativrekord von Tasmania Berlin aus der Saison 1965/66 ein.

          Dank der jeweils siebten Saisontreffer von Dimitar Berbatow (36.) und Andrej Woronin (63.) feierte Leverkusen unterdessen den ersten Auswärtssieg der Saison. Für Hansa hingegen, das nach dem 15. Spieltag erst neun Punkte auf dem Konto hat und weiter
          Tabellenletzter ist, wird der Überlebungskampf in der Bundesliga immer dramatischer.

          Berger: „Das ist fast unerklärlich“

          Dementsprechend groß war die Enttäuschung bei Berger. „Nach dem Spiel in Berlin habe ich nicht erwartet, daß die Mannschaft so ängstlich auftritt. Das ist fast unerklärlich“, resümierte der 60jährige nach seinem ersten Auftritt als Chefcoach im
          Ostseestadion. Sein Gegenüber Klaus Augenthaler hingegen zeigte sich nach den ersten drei Auswärtspunkten zufrieden: „Uns wurde ja schon eine Auswärtsphobie eingeredet. Deshalb Kompliment an meine Mannschaft. Wir haben verdient gewonnen.“

          Die Hanseaten, bei denen Berger seine Elf im Vergleich zur Vorwoche nur auf einer Position veränderte und Magnus Arvidsson für Antonio Di Salvo stürmen ließ, waren um Wiedergutmachung bemüht. Nach den zuletzt desaströsen Vorstellungen versuchte die Mannschaft, die Forderung ihres Coaches nach mehr Selbstbewußtsein umzusetzen.
          Rostock erspielte sich auf dem rutschigen Rasen in der ersten Viertelstunde auch leichte Feldvorteile, ohne dabei aber wirklich zwingend zu sein.

          Leverkusen mit mäßiger Leistung

          Doch mit zunehmender Spieldauer offenbarte sich einmal mehr das Problem der Rostocker. Im Spiel nach vorne fehlt eine ordnende Hand, Kreativität und Pässe aus dem Mittelfeld sind Mangelware. So konnten sich die Gastgeber nicht eine ernsthafte Torchance erspielen, einen Fernschuß von Arvidsson parierte Bayer-Keeper Jörg Butt souverän.

          Doch auch Leverkusen lieferte nach der couragierten Leistung in der Champions League am Dienstag bei Real Madrid (1:1) keineswegs eine Galavorstellung ab. Vielmehr lauerten die Gästen auf Fehler der Hanseaten. Zunächst scheiterte Woronin (15.) jedoch gleich zwei Mal an Hansa-Schlußmann Mathias Schober und nur dreißig Sekunden später klärte Schober einen Berbatow-Kopfball auf der Linie. Doch 21 Minuten später ließ der bulgarische Nationalspieler seine ganze Klasse aufblitzen, tanzte erst Razundara Tjikuzu, dann Denis Lapaczinski aus und schob den Ball unhaltbar für Schober ins Netz.

          In der zweiten Halbzeit ging Hansa dann völlig unter. Zwar waren die Hausherren kämpferisch bemüht, das Blatt noch zu wenden. Doch die spielerischen Mittel der Hanseaten reichten einfach nicht aus, um die clever aufspielenden Leverkusener ernsthaft zu gefährden. Die Bayer-Elf, die die Partie nun nach Belieben kontrollierte, verlagerte sich aufs Kontern. Einen dieser schnellen Angriffe über nur zwei Stationen nutzte Woronin zur Vorentscheidung.

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