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0:0 in Hannover : Ohne Klose trifft Werder nicht

  • Aktualisiert am

Hochsprung: Klasnic (vorn) gegen Mertesacker Bild: AP

Werder Bremen hat die Tabellenführung wieder abgegeben. Nach zuvor drei Siegen in Serie kamen die Hanseaten im Nordderby bei Hannover 96 nicht über ein 0:0 hinaus. Trainer Schaaf schonte Torjäger Klose eine Stunde lang.

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          Werder Bremen hat die Tabellenführung in der Fußball-Bundesliga durch eine Nullnummer verspielt. Eine Woche nachdem die Bremer Rekordmeister Bayern München von der Spitze verdrängt hatten, kamen sie am Samstag im Nord-Derby bei Hannover 96 nur zu einem 0:0. Vor 48.627 Zuschauern in der fast ausverkauften AWD-Arena enttäuschten die Bremer und verloren zudem Frank Fahrenhorst, der nach einem absichtlichen Handspiel Rot sah (82. Minute). „Es fehlte die Leichtigkeit“, sagte Trainer Thomas Schaaf. Und: „Man kann nicht jede Woche sechs Tore erzielen.“

          Bremens Trainer hatte bereits vor dem Anpfiff für die größte Überraschung des Nachmittags gesorgt. Mit Miroslav Klose ließ er den besten Torschützen des Teams auf der Bank und Nelson Valdez neben Ivan Klasnic stürmen. „Er ist müde“, begründete Schaaf Kloses Versetzung auf die Bank. Der Nationalstürmer hatte am Dienstag nach seinem Fehler beim Champions-League-Spiel in Udine gesagt, daß Schaaf seiner Bitte um vorzeitige Auswechslung wegen Erschöpfung nicht nachgekommen sei.

          Werder mit Offensivschwächen

          Am Samstag ließ Schaaf ihn lange auf der Bank schmoren. Erst in der 63. Minute durfte Klose auflaufen. Er wirkte keineswegs müde, sondern quirlig - und vergab bei einem Pfostenschuß (78.) die beste Bremer Chance.

          Ohne Klose und mit Fahrenhorst für Leon Andreasen sowie Jurica Vranjes für Frank Baumann zeigten die Bremer lange eine schwache Vorstellung. Vom druckvollen und kombinationssicheren Spiel, das Werder zur offensivstärksten Mannschaft der Liga gemacht hatte, war wenig zu sehen. Zu behäbig spielten die Bremer, zu viele Abspielfehler leistete sich vor allem das Mittelfeld gegen die defensivstarken Hannoveraner.

          Hannover zog sich weit zurück

          Gefährlich agierten die Gäste nur dann, wenn sie über Außen kamen. Patrick Owomoyela zeigte eine gute Leistung und riß zumindest hin und wieder Lücken in den dichten Deckungsverbund der Hannoveraner. Die besten Chancen vergab dabei Nelson Valdez, der eine Hereingabe von Owomoyela knapp neben das Tor spitzelte (12.) und eine Flanke von Christian Schulz an den Pfosten schoß. Das Zusammenspiel mit Klasnic klappte aber nur ganz selten.

          Noch ungefährlicher präsentierten sich die Hannoveraner, die allerdings schon früh ihren Spielmacher Ricardo Sousa verloren. Der Portugiese verletzte sich ohne Einwirkung des Gegners und mußte in der 12. Minute durch Chawdar Yankow ersetzt werden.

          Die Gastgeber zogen sich weit zurück und attackierten aggressiv. Wenn sie nach vorn spielten, dann versuchten sie es mit schnellen Pässen auf die Spitzen, doch Thomas Brdari und Jiri Stajner liefen immer wieder ins Abseits. Für Unmut sorgte Schiedsrichter Franz-Xaver Wack mit einem nicht gegebenen Treffer von Christoph Dabrowski (35.). Der Pfiff von Wack kam aber zu Recht, denn der Ex-Bremer hatte Werder-Keeper Andreas Reinke bei seinem Kopfball im Fünf-Meter-Raum behindert. Gute Einschußmöglichkeiten waren ansonsten Mangelware.

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