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Spendenaktion der F.A.Z. : Hilfe für Familien in Not und Suizidgefährdete

Aufnahmebereit: Bei der Stiftung „Starke Bande“ finden Familien in Not Gehör und Hilfe. Bild: Helmut Fricke

Manche Probleme erscheinen so schwer, dass man an ihnen verzweifeln könnte. Aber es gibt Auswege. Um sie zu finden, braucht es Hilfe. Die Stiftung „Starke Bande“ und das Projekt „Loki“ bieten sie.

          2 Min.

          Wer Hilfe bei der „Starken Bande“ sucht, trägt meist ein ziemliches Paket mit sich herum. Die Geschichten, mit denen die Klienten zu der Frankfurter Stiftung kommen, sind erschütternd. Da ist die Mutter, die nach jahrelangem Missbrauch durch ihren Großvater nicht für ihre eigenen Kinder sorgen kann. Da ist die Frau, die möchte, dass es ihrer Familie besser geht, aber ihre Panikattacken und Wahnvorstellungen einfach nicht in den Griff bekommt. Sie finden bei der Stiftung Unterstützung: durch aufsuchende Therapie, die durch Spenden finanziert wird, und deshalb nicht erst von der Krankenkasse bewilligt werden muss.

          Theresa Weiß
          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.
          Matthias Trautsch
          Koordination Reportage Rhein-Main.

          Als Annika Fink die „Starke Bande“ 2010 gründete, wollte sie dem Leid etwas entgegensetzen. „Es gibt tolle Angebote, die Kinder außerhalb der Familie auffangen, aber wenig, was sie zu Hause schützt.“ Darum entschied sie, Therapeuten direkt in die Familien zu schicken. Dort, im geschützten Raum, bekommen sie die Hilfe, die sie brauchen. In ihrem Team sind mehrere Psychotherapeuten und zwei Geschäftsführerinnen mit therapeutischem Hintergrund. Gemeinsam haben sie ein enges Kooperationsnetz mit dem Jugendamt, den Babylotsen, Frauenhäusern und Mutter-Kind-Stationen geknüpft. So vermitteln etwa städtische Einrichtungen Klienten an die „Starke Bande“, und die dortigen Therapeuten verweisen zum Beispiel in eine Tagesklinik, wenn eine Behandlung mit Medikamenten nötig ist.

          In den zehn Jahren, in denen die „Starke Bande“ hilft, haben knapp 300 Menschen dort eine Therapie gemacht, etwa 25 Familien können jährlich betreut werden. Doch der Bedarf ist weit größer. Die Hälfte der Klienten sind alleinerziehende Mütter aus oft schwierigen Verhältnissen. Die Frauen, so berichtet Fink, machten nach der Therapie oft Fortschritte: Sie fingen Ausbildungen an, holten das Abitur nach. Das will die Stiftung vielen weiteren Menschen ermöglichen.

          Kleine, effektive Inventionen

          Auch beim zweiten Projekt, für das die F.A.Z. ihre Leser um Spenden bittet, geht es darum, einen Weg in die Zukunft aufzuzeigen. Jährlich nehmen sich in Deutschland etwa 10.000 Menschen das Leben, zirka 100 sind es allein in Frankfurt. Die allermeisten Suizide und das durch sie verursachte Leid bei Freunden und Angehörigen sind nicht zwangsläufig, sondern könnten verhindert werden, manchmal durch relativ kleine, effektive Interventionen. Zum einen durch Sicherungen zum Beispiel an Fenstern von Hochhäusern, zum anderen durch eine bessere therapeutische Versorgung. Denn in 90 Prozent der Fälle liegt dem Suizid eine psychische Erkrankung zugrunde, und viele Depressive erhalten keine adäquate Therapie.

          Ausgehend davon hat die Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik des Frankfurter Uniklinikums das Projekt „Loki“ entwickelt. Die Abkürzung steht für „Lokale, niedrigschwellige Krisenintervention in Frankfurt“. Klinikdirektor Andreas Reif und seine Mitstreiter wollen in jenen Stadtvierteln und Milieus tätig werden, in denen die Menschen einen schlechten Zugang zu Beratung und Therapie haben. Um sie zu erreichen, wollen sie direkt in den Siedlungen unentgeltliche Sprechstunden anbieten. Jeder, der sich in einer seelischen Krise befindet, soll sie aufsuchen können und dort einen Facharzt als Ansprechpartner vorfinden. Er kann eine erste Diagnose stellen, dann als „Lotse“ fungieren, indem er den Kontakt zu einer Beratungsstelle, bei einer akuten psychischen Erkrankung aber auch in eine Therapie oder eine stationäre Behandlung vermittelt.

          Spenden für das Projekt „F.A.Z.-Leser helfen“

          Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung und die Frankfurter Allgemeine/Rhein-Main-Zeitung bitten um Spenden für die Stiftung „Starke Bande“ und das Projekt „Lokale niedrigschwellige Krisenintervention in Frankfurt“ (Loki). Spenden für das Projekte “F.A.Z.-Leser helfen“ bitte auf die Konten: DE94 5019 0000 0000115711 (Frankfurter Volksbank) oder DE43 5005 0201 0000 9780 00 (Frankfurter Sparkasse).

          Spenden können steuerlich abgesetzt werden. Weitere Informationen unter www.faz-leser-helfen.de

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