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Söders Merkel-Kritik : Die fröhliche Kanzlerin

Söders Kritik an der CDU-Vorsitzenden zielt ins Herz der CDU. Denn die SPD hat den Motivationskünstler gefunden, der Merkel wegen ihrer Art, Politik und Wahlkampf zu treiben, nie sein wird.

          Ein Markus Söder wandert sicherlich nicht so „fröhlich in den Wahlkampf“ wie die Kanzlerin. Er stürmt, streitet und stichelt. Eine Stichelei ist es auch, wenn er von Angela Merkel mehr „Motivationsarbeit für die Basis“ fordert. Da spricht er vielleicht den CDU-Politikern aus dem Herzen, die schon an die Zeit nach Merkel denken. Er richtet sich aber eigentlich an Teile der CSU-Basis, für die diese Zeit längst angebrochen ist.

          Söders Kritik zielt auch deshalb ins Herz der CDU, weil die SPD den Motivationskünstler gefunden hat, der Merkel wegen ihrer Art, Politik zu treiben, nie sein wird. Sie lässt Fakten und Prinzipien sprechen, wenn andere Gefühle oder wenigstens gefühlige Prinzipien wollen. Versucht sie es dann doch einmal („Das Volk ist jeder, der in diesem Lande lebt“), weiß man nicht: Spricht hier eine Grüne, eine Linke, Schulz oder tatsächlich die CDU-Vorsitzende?

          Bislang war das durchaus ein Erfolgsrezept. Den Erfolg hat Merkel schließlich seit jeher nicht im frischen Wind des Wahlkampfs, sondern darin gesucht und gefunden, den Konkurrenten den Wind aus den Segeln zu nehmen. Gegen eine SPD, die mobilisierend wirkt, ist das nicht so leicht. Merkel kann es sich leisten, erst einmal abzuwarten und an den Herbst zu denken. In den Ländern wird aber schon im März und im Mai gewählt. Nicht nur in Bayern sehnt man sich deshalb schon jetzt nach stürmischer Führung und nicht nach der fröhlichen Kanzlerin.

          Jasper von Altenbockum

          Verantwortlicher Redakteur für Innenpolitik.

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