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Schriftsteller : Antonio Tabucchi gestorben

  • Aktualisiert am

Antonio Tabucchi 1943 - 2012 Bild: dpa

Der italienische Schriftsteller Antonio Tabucchi ist tot. Mit seinem Roman über die Zeit der portugiesischen Militärdiktatur „Erklärt Pereira“ gehörte er zu den populärsten Autoren der italienischen Gegenwartsliteratur.

          1 Min.

          Der italienische Schriftsteller und Literaturwissenschaftler Antonio Tabucchi ist tot. Er starb am Sonntag im Alter von 68 Jahren in Lissabon, wie die italienische Tageszeitung „La Republicca“ meldete. Dem Blatt zufolge, für das er häufig Artikel schrieb, erlag er einem Krebsleiden.

          Der Autor, der immer wieder als Kandidat für den Literaturnobelpreis galt, war vor allem für seine Liebe zu Portugal bekannt und für seine scharfe Zunge, wenn es um die Politik seines Heimatlandes ging. Sein wohl bekanntester Roman war „Erklärt Pereira“ (1994) - unvergesslich dargestellt von Marcello Mastroianni im gleichnamigen Film.

          Ähnlich dem Helden dieses Romans wurde Tabucchi immer mehr zum kritischen Zeitzeugen Italiens. Vielleicht auch deshalb verbrachte der Künstler den Großteil des Jahres in Lissabon fern von seinem Geburtsort in der Nähe des toskanischen Pisa. „Die Menschen können sich nicht aussuchen, wo sie geboren werden, aber wo sie leben und sterben schon“, erklärte er einmal in einem Interview.

          Als herausragender Kenner und Übersetzer des Werkes des portugiesischen Autors Fernando Pessoa galt er vielen Literaturexperten als „Grenzgänger zwischen italienischer und lusitanischer Kultur“. Eines seiner schönsten Bücher, „Lissabonner Requiem“ (1998), ist sogar auf Portugiesisch verfasst. Als eine Art moderner E.T.A. Hoffmann im Alltag das Fantastische, Misteriöse und Bedrohliche aufzuzeigen, das sei seine eigentliche Stärke, meinten Kritiker. So changieren viele seiner Erzählungen und Romane zwischen Traum, Fantasie und Realität. Unter den diversen Literaturpreisen, die der gebürtige Toskaner gewann, sind der „Österreichische Staatspreis für Europäische Literatur“ und den italienische „Premio Campiello“.

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