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: Schräge Formen und leuchtende Blüten

  • Aktualisiert am

Ein Hauch von Frühling liegt in der Luft, ein milder Wind weht herüber vom Lac Leman, und die ersten Blumen drängen der Sonne entgegen. In Genf herrscht Aufbruchstimmung. Wie selten zuvor locken schöne, praktische, mutige und sinnliche Autos den sich gerade arg zurückhaltenden Kunden.

          Ein Hauch von Frühling liegt in der Luft, ein milder Wind weht herüber vom Lac Leman, und die ersten Blumen drängen der Sonne entgegen. In Genf herrscht Aufbruchstimmung. Wie selten zuvor locken schöne, praktische, mutige und sinnliche Autos den sich gerade arg zurückhaltenden Kunden. Ein frischer Audi A3, ein wunderbarer neuer Lancia Y, der pfiffige Kleinwagen Fiat Gingo oder das kraftvolle GT Coupe von Alfa Romeo setzen Marksteine. Das Wichtigste über diese Serienautos bringt "Technik und Motor" in der F.A.Z. vom 11. März, sie sollen den Markt beleben.

          Der Auto-Salon im Messegelände Palexpo bietet aber auch einen saftigen Nährboden für automobile Spezialitäten. Nahezu alle großen Hersteller präsentieren ihre Visionen von zukünftiger Automobilgestalt für den Kunden. Andere lassen ihrer Phantasie freien Lauf und lösen sich von jeglicher Konvention, außer vielleicht jener, daß ein Auto mehr als zwei Räder hat und wenigstens einem Passagier Platz bietet. Dazu stellen die Spezialisten wie Bertone oder Italdesign ihre Auto-Ansichten automobiler Zukunft vor. Nicht immer ganz stilsicher, wie Giugiaro mit einer verformten Corvette oder EDAG mit der monströsen Studie Cinema 7D beweisen. Pininfarina kreiert einen straßentauglichen Roadster, der die Hälfte seiner Karosserieteile abwirft, um sich so für die Rennstrecke zu entrüsten.

          Wirklichkeitsnäher sind Exponate von Nissan oder Citroen. Unter einem sportiven Mäntelchen duckt sich ein Kleinwagen mit der Chiffre C2. Auf der herbstlichen IAA in Frankfurt wird er offiziell als Nachfolger des Saxo das Angebot des französischen Herstellers verjüngen. Und Nissan zeigt mit der Studie Evalia die mögliche Gestalt der nächsten Almera-Generation. Der Wagen mit an der C-Säule angeschlagenen Fondtüren soll die Funktionalität eines Minivans mit der formalen Schönheit eines Coupes verbinden. Schick ist eine Cabriolet-Idee bei Mitsubishi, der CZ2. Die weich gezeichnete Karosserie ruht auf der Bodengruppe des viersitzigen Smart, der in seiner endgültigen Form später in diesem Jahr gezeigt wird. In der 600-PS-Klasse wird die Audi Studie Nuvolari spielen, ein mächtiges Coupe mit einem saugnapfähnlichen Kühlergrill vorne und den Formen der Franziskaner-Kirche in Otterberg. Kaum weniger eindrucksvoll steht die viertürige Coupe-Studie Airflite bei Chrysler auf großen Rädern. Dazwischen präsentiert Volvo die Design-Vision künftiger Kombis. Puristische Linien, viel Leder und Alu sind die Zeichen der Skan-Form. Das Schweizer Unternehmen Fab verleiht dem SL von Mercedes-Benz Flügel. Für rund 30000 Euro öffnen die Türen nicht mehr zur Seite, sondern klappen nach oben. Franco Sbarro motorisiert das Rad. Die Maschinen seiner zwei-, drei- und vierrädrigen Fahrzeuge sitzen innerhalb der Felgen, für seine Vision eines 220 PS starken Citroen Berlingo bestehen freilich nur recht geringe Chancen auf eine Serienfertigung.

          Fiat war im Legoland. Der plastifizierte und Safari-armierte Simba baut auf dem Seicento-Nachfolger Gingo auf und weckt den Spieltrieb im jungen Mann. Erfolgversprechender wäre die Produktion der Cabrio-Version des Gingo mit dem Namen Marrakesh. Auch Alfa Romeo bemüht das Arabische und nennt die Studie eines sportlichen, zwischen 156 und 166 siedelnden Hundeknochens klangvoll Kamal. Nebenan bei Rinspeed entsteht auf Basis eines Porsche 996 der Bedouin, der innen von Swarovski ausgestattet wird und sich auf Knopfdruck vom Coupe zum Pick-up wandelt. Für unwegsames Gelände hat sich Peugeot ein hochbeiniges Allradfahrzeug mit dem Namen eines nordafrikanischen Gebirges ausgedacht. Der Hoggar hat zwei Dieselmotoren, und beide sind mit Partikelfiltern bestückt, wie ein Sprecher betont. Die Wüste mag beben, aber nicht verschmutzt werden.

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