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Rosetta-Mission : So klang „Philaes“ Landung auf dem Kometen

  • Aktualisiert am

Am 11. November landete Philae auf dem Kometen „Tschuri“. Wie das klang, kann man sich nun anhören Bild: AP

Die Landung des Kometen-Roboters „Philae“ ging um die Welt. Nun gibt es Töne von dem Moment, als das Mini-Labor auf „Tschuri“ aufsetzte. Was sie bedeuten, erklärt ein Weltraumforscher.

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          Der Laie hört nur „Chhrck-ck-ck“, aber für die Weltraumforscher klingt es wie Musik in den Ohren. Am Donnerstag veröffentlichte das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) auf seiner Website das Geräusch, das das dreibeinige Mini-Labor „Philae“ vergangene Woche beim Aufsetzen auf dem Kometen „Tschuri“ gemacht hatte. „Ein kurzer, aber bedeutender Rumms“, so die Wissenschaftler.

          Der DLR-Forscher Klaus Seidensticker glaubt folgendes Szenario herauszuhören: „Erst setzt Lander „Philae“ auf einer mehrere Zentimeter dicken, weichen Schicht auf, dann treffen die Füße einige Millisekunden später auf eine harte, vielleicht eisige Schicht.“ Das Geräusch dokumentiere „den allerersten Bodenkontakt eines menschengemachten Objekts mit einem Kometen“.

          Auf dem Soundblock „Der singende Komet“ der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) können auch die Klänge angehört werden, die „Tschuri“ in das All sendet. Diese werden durch Schwingungen im magnetischen Feld um den Kometen herum erzeugt, deren Frequenz mit 40 bis 50 Millihertz für das menschliche Gehör normalerweise nicht wahrnehmbar wäre. Da sie um das 10.000-fache erhöht wurden, ist es möglich, die Töne zu hören: Ein leises Hämmern und Rumpeln, dessen Tonlage im Verlauf variiert. Die fünf zusammengeschlossenen Instrumente an Bord von Rosetta, die das Umfeld des Kometen erkunden sollten, haben den Gesang entdeckt.

          „Philae“ war am 11. November von der Raumsonde „Rosetta“ auf dem Kometen abgesetzt worden. Mit der Mission wollen Wissenschaftler mehr darüber erfahren, wie das Sonnensystem vor 4,6 Milliarden Jahren entstand und das Leben auf der Erde sich entwickelt haben könnte. Mittlerweile ist „Philae“ allerdings zumindest für einige Zeit der Strom ausgegangen.

          Als nächstes soll „Rosetta“ Ende Januar im Tiefflug über den Kometen hinweggleiten und dabei besonders gute Fotos machen. Es sei geplant, dass sich „Rosetta“ aus rund 30 Kilometer Abstand auf bis zu etwa fünf Kilometer heranwage, sagte der Chef des Flugbetriebs bei der ESA, Paolo Ferri, am Donnerstag in Darmstadt. „Tschuri“ saust Richtung Sonne und soll ihr im August nächsten Jahres besonders nahe sein. Auf seiner Reise entwickelt er den typischen Kometenschweif.

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