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Mordfall Susanna : Zweiter Haftbefehl gegen Ali Bashar wegen Vergewaltigung

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Von der Polizei abgeführt: Ali Bashar wird die Vergewaltigung eines weiteren Mädchens vorgeworfen. Bild: dpa

Das Wiesbadener Amtsgericht hat gegen Ali Bashar einen weiteren Haftbefehl ausgestellt. Dem mutmaßlichen Mörder von Susanna F. wird die Vergewaltigung eines 11 Jahre alten Mädchens vorgeworfen.

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          Im Mordfall Susanna hat das Wiesbadener Amtsgericht einen weiteren Haftbefehl gegen den mutmaßlichen Täter ausgestellt. Der Iraker sitzt bereits wegen des gewaltsamen Todes der 14 Jahre alte Schülerin in der JVA Frankfurt in Untersuchungshaft. Dem 21 Jahre alten Tatverdächtigen wird Mord und Vergewaltigung des aus Mainz stammenden Mädchens vorgeworfen. Im Zuge der Ermittlungen kam heraus, dass Ali Bashar auch noch ein elfjähriges Mädchen vergewaltigt haben soll. Wegen dieses dringenden Tatverdachts sei der weitere Haftbefehl ausgestellt worden, sagte eine Sprecherin des Amtsgerichts am Donnerstag.

          Haftbedingungen ändern sich nicht

          Mit der Entscheidung des Ermittlungsrichters soll sichergestellt werden, dass Ali Bashar auch dann in Untersuchungshaft bleibt, wenn der Haftbefehl wegen Mordes und Vergewaltigung von Susanna aufgehoben werden sollte. Die JVA Frankfurt habe die entsprechenden Informationen bekommen und diese sogenannte „Überhaft“ in den Akten des Beschuldigten notiert, erklärte die Sprecherin. Für Ali Bashar ändere sich an seinen Haftbedingungen durch den weiteren Haftbefehl zunächst nichts. Bei dem Verfahren gegen den 21 Jahre alten mutmaßlichen Mörder kann der weitere Haftbefehl jedoch Auswirkungen auf das Strafmaß haben.

          Der Iraker hat in seiner Vernehmung zugegeben, Susanna umgebracht zu haben. Die Leiche der Schülerin war in Wiesbaden gefunden worden. Eine Vergewaltigung des 14 Jahre alten Opfers bestreitet Ali Bashar. Auch die Vergewaltigung des elfjährigen Mädchens habe er bestritten, sagte die Sprecherin des Amtsgerichts.

          Wenige Tage nach dem Tod von Susanna war Ali Bashar aus einer Wiesbadener Flüchtlingsunterkunft zusammen mit seinen Eltern und Geschwistern in den Nordirak ausgereist. Die kurdischen Sicherheitsbehörden nahmen ihn danach jedoch im Nordirak fest und übergaben ihn der Bundespolizei.

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