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Tödlicher Unfall in Frankfurt : Polizei wertet Videos aus

Rekonstruktion: Die Markierungen zeigen den Verlauf des Unfalls in Frankfurt. Bild: Wonge Bergmann

Die Polizei versucht, die Minuten der mutmaßlichen Raser-Fahrt in Frankfurt detailliert zu rekonstruieren. Dabei setzt sie auch auf die Auswertung von Kameras und der Bordelektronik des Fahrzeugs.

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          Nach der mutmaßlichen Raser-Fahrt mit zwei Toten in Frankfurt-Sachsenhausen hat die Polizei die Ermittlungen intensiviert. Wie die Frankfurter Staatsanwaltschaft und das Polizeipräsidium am Montag in einer gemeinsamen Stellungnahme mitteilten, ist die Zentrale Ermittlungsgruppe für Verkehrsunfälle mit der Aufklärung der Tat befasst. In die Ermittlungen eingebunden ist auch das hessische Landeskriminalamt.

          Katharina Iskandar

          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Die Ermittler erhoffen sich neue Erkenntnisse zum einen aus der Auswertung sämtlicher Verkehrssysteme und auch der Geschwindigkeitsmessstellen. So seien „alle in Frage kommenden Aufnahmen der Kameras der Verkehrsleitzentrale“ sichergestellt worden, um diese auszuwerten, teilte ein Polizeisprecher am Montag mit. Auf diese Weise erhoffe man sich, „Erkenntnisse hinsichtlich der Route und insbesondere der Fahrweise“ des 38 Jahre alten Darmstädters zu gewinnen. Wie berichtet, war er am Samstag mit einem Peugeot 208 mit offenbar hoher Geschwindigkeit die Mörfelder Landstraße entlanggerast und hatte laut Zeugen mindestens zwei rote Ampeln missachtet. An der Kreuzung zur Oppenheimer Landstraße erfasste er schließlich zwei Fußgänger, die kurz darauf starben. Zudem setzen die Ermittler darauf, dass auch die „Bordelektronik“ des Peugeot 208 Rückschlüsse auf die Geschwindigkeit und Fahrweise des Achtunddreißigjährigen geben kann.

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