https://www.faz.net/-gzg-9xay2

Zentrale Tests in Hessen : Schüler in Quarantäne ohne Coronaviren

  • Aktualisiert am

Drive-In: Coronatest in Groß-Gerau Bild: Kreisklinik Groß-Gerau

In Hessen gibt es nun 21 Corona-Fälle. Bei Schülern aus Lahnau hat sich der Verdacht aber nicht bestätigt. Und: Wer sich testen lassen möchte, braucht dafür einen triftigen Grund und wird in zentralen Anlaufstellen untersucht.

          2 Min.

          In Hessen steigt auf niedrigem Niveau die Zahl der nachgewiesenen Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus. Von Freitagnachmittag bis Sonntagnachmittag kamen nach Angaben der Behörden vier Fälle hinzu. Damit sind in Hessen inzwischen 21 Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2 bekannt, wie das Sozialministerium am Sonntagnachmittag bestätigte.

          Nach dem Verdacht auf eine mögliche Infektion mit dem Coronavirus sind alle Tests bei Schülern der Lahntalschule in Lahnau auf Sars-CoV-2 negativ verlaufen. Trotzdem bleiben alle Beteiligten der aus einer Skifreizeit aus Südtirol zurückgekehrten Klassen und ihre Betreuer vorsorglich in häuslicher Quarantäne, teilte der Lahn-Dill-Kreis am Montag mit. Bei 52 noch am Freitag getesteten Personen mit Erkältungssymptomen seien die Befunde negativ.

          Bereitschaftsdienste am Zug

          In Hessen werden von heute an zentrale Untersuchungsstellen für Coronavirus-Verdachtsfälle eingerichtet. Die Untersuchungsstellen sollen in ausgewählten Stellen des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes eingerichtet werden. Ziel sei es, Hausarztpraxen zu entlasten. In den Untersuchungsstellen sollen Menschen, bei denen der Hausarzt einen begründeten Verdacht geäußert hat, gebündelt auf das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 getestet werden.

          Voraussetzung ist demnach nach dem Kriterienkatalog des Robert-Koch-Institutes sowohl eine akute Erkrankung der Atemwege als auch ein Kontakt mit einer als infiziert bestätigten Personen oder der Aufenthalt in einem Risikogebiet. Wer sich testen lassen möchte, muss zuerst die zentrale Rufnummer des Bereitschaftsdienstes (116 117), das Gesundheitsamt oder seinen Hausarzt anrufen. Die Kassenärztliche Vereinigung nennt daher weder Orte noch Zahl der Stellen, um zu verhindern, sie ohne Rücksprache aufgesucht und möglicherweise überrannt werden.

          Erster Fall im Landkreis Offenbach

          Derweil wurde das Virus am Sonntag erstmals im Kreis Offenbach nachgewiesen: Dort wurde ein 43 Jahre alter Mann aus Obertshausen positiv getestet. Der Mann habe leichte Krankheitssymptome und sei vorsorglich in eine Klinik gebracht worden, teilte der Kreis mit. Der Fall stehe in Zusammenhang mit einem Coronavirus-Fall in der Bigband des Hessischen Rundfunks (hr-Bigband). Am 2. März war die Band im Rahmen einer Probe mit einer infizierten Person in Kontakt gekommen.

          Weltweit haben sich inzwischen mehr als 100.000 Menschen mit dem neuen Coronavirus infiziert. Die meisten Infizierten haben eine leichte Erkältungssymptomatik mit Frösteln und Halsschmerzen, die binnen weniger Tage verschwindet, oder gar keine Symptome. Das Virus kann aber zum Beispiel auch eine Lungenentzündung auslösen. Eine schützende Impfung oder eine spezielle Therapie zur Behandlung der Erkrankung Covid-19 gibt es bislang nicht.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Hildburghausen in Thüringen

          Corona in Ostdeutschland : Hildburghausen schließt sich ein

          Lange gab es im Osten kaum Corona-Fälle, doch nun häufen sich dort die Infektionen. Ausgerechnet während des „Lockdown light“ steigen die Zahlen teils dramatisch. Einen Landkreis in Thüringen trifft die Pandemie besonders stark.
          Scheinbar kühlschranktauglich: der in Oxford entwickelte Corona-Impfstoff

          Anti-Corona-Serum aus Oxford : Haben die Briten den Impfstoff für alle?

          Es passt nicht in das britische Selbstverständnis, dass deutsche und amerikanische Forscher zuerst einen Impfstoff präsentiert haben. Also preist man im Königreich die Kühlschranktauglichkeit der Substanz.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.