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Zeitverträge an der Uni : Die Last mit der Frist

Mehr als nur Tafeldienst: Ohne wissenschaftliche Mitarbeiter würde die Lehre an der Uni nicht funktionieren. Bild: Picture-Alliance

87 Prozent der Beschäftigten an Hochschulen haben Zeitverträge. Gewerkschafter fordern, es solle weniger zeitlich begrenzte Arbeitsverhältnisse geben. Dafür haben sie ein paar gute Argumente.

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          Es ist nicht das Gehalt, das Amata Schneider-Ludorff missfällt. 2000 Euro netto im Monat bekommt die Mitarbeiterin der Hochschule Fulda für durchschnittlich 32 Stunden Arbeit in der Woche. „Das ist mehr, als ich je in meinem Leben verdient habe.“ Es ist auch nicht die Tätigkeit selbst, über die sie sich beklagt. Schneider-Ludorff bringt Studenten und Lehrenden wissenschaftliches Schreiben bei, und sie tut das gerne, wie sie beteuert. „Ich glaube, ich mache etwas richtig Wichtiges.“

          Sascha Zoske

          Blattmacher in der Rhein-Main-Zeitung.

          Was der Anglistin Sorge bereitet, ist der Umstand, dass sie nicht weiß, ob sie den Job in vier Jahren noch haben wird. Sie wird dann sechsundfünfzig sein, und die Vorstellung, sich in diesem Alter noch einmal etwas Neues suchen zu müssen, findet sie beklemmend. Es erscheint ihr überdies absurd. Denn gewiss werden auch künftig viele Leute an ihrer Hochschule lernen wollen, wie man gute Referate, Abschlussarbeiten und Fachartikel verfasst.

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