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Zahlen steigen : Hessen schafft mehr Platz für Flüchtlinge

Ankunft in Gießen: 2015 war die Zahl der Geflüchteten in Hessen viel höher als heute. Bild: dpa

In Gießen und anderswo werden neue Pavillons errichtet. Das ist nötig, weil mehr Flüchtlinge ankommen und Corona die Unterbringung komplizierter macht. Doch die Pandemie hat auch Folgen für Abschiebungen.

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          Dass am Gießener Standort der hessischen Erstaufnahmeeinrichtungen gerade drei neue Pavillons entstehen, ist ein Zeichen: Es kommen wieder mehr Flüchtlinge nach Hessen. Aber nicht nur angesichts der steigenden Zahlen wird mehr Platz in Gießen benötigt: Wegen der Pandemie können die Unterkünfte aus Gründen der Hygiene nicht voll belegt werden. Außerdem werden zusätzliche Plätze freigehalten. Denn alle Ankömmlinge müssen sich in eine mindestens zehntägige, überwachte Einreisequarantäne begeben – egal ob sie das Impfangebot nach der Erstuntersuchung angenommen haben oder nicht. Erst wenn sich keine auf eine Corona-Infektion hindeutenden Symptome zeigen, können die Geflüchteten in reguläre Unterkünfte verlegt werden.

          Ewald Hetrodt
          Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung in Wiesbaden.

          Das ist keine Selbstverständlichkeit. Wie der Sprecher des Gießener Regierungspräsidiums berichtet, kam es im Frühjahr zu einem Ausbruch des Virus, der weitere Maßnahmen nötig machte. Schon Mitte April wurden in Gießen in Leichtbauweise zwei Unterkünfte für insgesamt 288 Bewohner errichtet. Die neuen Räumlichkeiten können ebenso viele Menschen aufnehmen. Schon gegen Ende des vergangenen Jahres wurden die Jugendherbergen in Büdingen und Grävenwiesbach angemietet. Dann kamen zusätzliche Einrichtungen in Kassel und Lauterbach hinzu. Auch in Darmstadt wurde ein weiterer Standort eröffnet.

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