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Yücel in seiner Heimatsstadt : „Da war ich wieder Deniz aus Flörsheim“

Heimspiel in Flörsheim: Deniz Yücel mit seiner Frau Dilek Mayatürk-Yücel Bild: Michael Kretzer

Der Journalist Deniz Yücel spricht zum Tag der Deutschen Einheit in seiner Heimatstadt über Vielfalt, Versäumnisse und Dankbarkeit. Dazu erschienen 400 Menschen in der Flörsheimer Stadthalle.

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          Der Ehrengast erscheint glattrasiert, also ohne seinen üblichen Dreitage-Bart, in weißem Hemd und dunklem Anzug. Obwohl der türkischstämmige Journalist Deniz Yücel lange schon in Berlin lebt und eigentlich in der ganzen Welt zu Hause ist, hat er an diesem Morgen doch den kürzesten Anreiseweg: Gleich gegenüber der Stadthalle lebt nämlich seine Mutter Ismene, die, zusammen mit Yücels Ehefrau Dilek und seiner Schwester Ilkay, den Ehrengast begleitet.

          Heike Lattka

          Korrespondentin der Rhein-Main-Zeitung für den Main-Taunus-Kreis.

          400 Menschen drängen in den Saal, um den gebürtigen Flörsheimer zu hören. „Noch nie zuvor mussten wir am 3. Oktober hier die Trennwände öffnen, um mehr Platz zu schaffen“, erzählt Bürgermeister Michael Antenbrink (SPD). Weitaus weniger Menschen, aber dafür eine zähe, eingeschweißte Gemeinschaft traf sich hier bis zur Freilassung des in der Türkei inhaftierten Welt-Korrespondenten regelmäßig einmal im Monat. Wie viel ihm dieses Durchhaltevermögen der Flörsheimer bedeutete, hat Yücel gestern in warmen, gefühlvollen Worten ausgedrückt.

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