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Erhöhung der Beiträge : Worauf es beim Wechsel der Krankenkasse ankommt

Auswahl aus mehr als 40 Kassen: Krankenversicherungen unterscheiden sich in den wichtigen Leistungen kaum, durchaus aber erheblich bei den Kosten. Bild: dpa

Jede dritte gesetzliche Krankenversicherung erhöht ihre Beiträge – dabei ist es zu Jahresbeginn noch leichter geworden zu wechseln. Beim Vergleich sollte man aber nicht allein auf Prozentsätze schielen.

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          Was ist schon ein halbes Prozent? Das mögen sich in diesen Tagen etwa jene rund acht Millionen Beitragszahler gefragt haben, die einen Brief von der Techniker-Krankenkasse bekommen haben. Um 0,5 Prozentpunkte, teilte Deutschlands größte gesetzliche Krankenversicherung mit, müsse sie den Zusatzbeitrag erhöhen – auf 1,2 Prozent. So klein diese Prozentzahlen sind, so schnell können sich die Mehrausgaben summieren. Im Fall der Techniker etwa müssen die Mitglieder allein durch diese Erhöhung bis zu 145 Euro mehr im Jahr zahlen, je nach Einkommenshöhe. Noch teurer werden in Hessen nur die BKK Freudenberg und die BKK Verbundplus mit einem Aufschlag von jeweils 0,6 Prozentpunkten.

          Falk Heunemann

          Wirtschaftsredakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Aus mehr als 40 Kassen können gesetzlich Versicherte in Hessen auswählen, wenn ihnen ihre aktuelle zu teuer erscheint. Wie viele tatsächlich wechseln, ist ein streng gehütetes Geheimnis der Krankenversicherer. Dabei ist der Wettbewerb vom Gesetzgeber ausdrücklich vorgesehen, wäre es doch im Sinne der Versicherten, wenn Kassen sich gegenseitig im Preis-Leistungs-Verhältnis zu überbieten suchten. Erst recht, wenn man sich bewusst macht, wie viel man im Jahr für seine Krankenkasse zahlt.

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