https://www.faz.net/-gzg-9firi

Explodierende Mieten in Hessen : Demonstration gegen Wohnungsnot

  • Aktualisiert am

Die Hessen wollen demonstrieren, denn bezahlbare Wohnungen werden zur Mangelware. Bild: dpa

Die explodierenden Mietpreise treiben die Menschen in Hessen auf die Straße. Ein Bündnis gegen die Wohnungsnot fordert die Politik zum Handeln auf.

          1 Min.

          Wachsende Wohnungsnot und explodierende Mieten gefährden nach Einschätzung des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Hessen den gesellschaftlichen Zusammenhalt. „Wohnungspolitik muss wieder Sozialpolitik werden und darf nicht nur dem Markt überlassen werden“, forderte Landesgeschäftsführerin Yasmin Alinaghi am Dienstag in Wiesbaden. Gemeinsam mit 30 anderen Initiativen gründete der Wohlfahrtsverband das Bündnis „Mietenwahnsinn Hessen“, das für den kommenden Samstag zu einer Demonstration am Frankfurter Hauptbahnhof aufruft. Die Initiatoren erwarten mehrere tausend Teilnehmer.

          Das Bündnis, dem auch der Deutsche Gewerkschaftsbund Hessen-Thüringen angehört, fordert von der hessischen Landespolitik einen radikalen Kurswechsel in der Wohnungspolitik. „Das Recht auf Wohnen in der Stadt ist unteilbar“, sagte Felix Wiegand von der Frankfurter Kampagne „Eine Stadt für alle. Wem gehört die ABG?“. Die ABG ist die Wohnungsbaugesellschaft der Stadt Frankfurt.

          Das Bündnis fordert unter anderem eine flächendeckende und gerichtsfeste Mietpreisbremse, eine deutliche Ausweitung des sozialen Wohnungsbaus, die Übernahme der tatsächlichen Mietkosten für Hartz-IV-Empfänger, einen verbesserten Kündigungsschutz für Mieter und einen flächendeckenden Mietspiegel. Zudem solle die Bindungsfrist bei Sozialwohnungen aufgehoben werden.

          Weitere Themen

          Brückenschlagen ist leicht

          Festival „Africa Alive“ : Brückenschlagen ist leicht

          Die Sängerin Gasandji eröffnet das Festival „Africa Alive“ mit einem Konzert in der Brotfabrik in Frankfurt. Das Publikum ist begeistert. Und das nicht nur wegen ihrer einladenden Melodien.

          Topmeldungen

          Untersuchungen zum Coronavirus an der Charité Berlin Mitte

          Coronavirus : Drei weitere Infizierte in Bayern

          Bei drei weiteren Menschen in Bayern wird das Coronavirus nachgewiesen. Wie der erste deutsche Patient sind sie Mitarbeiter der Firma Webasto aus Starnberg, teilt das bayerische Gesundheitsministerium mit. Das Unternehmen schließt vorübergehend seine Zentrale.
          Trump und Netanjahu im Weißen Haus

          Israelische Siedler : Die extreme Rechte ist empört

          Einerseits bekommt Netanjahu jetzt Ärger mit innenpolitischen Verbündeten. Andererseits sonnt er sich im Glanze seines Auftritts mit Trump: Noch nie kam Washington Israel so weit entgegen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.