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Wohnungsnot in Frankfurt : Verlasst die Städte? „So ein Quatsch!“

Gekommen, um zu bleiben: Vier Familien wollen gemeinsam in Frankfurt ein Haus bauen. Bild: Cornelia Sick

Normalverdiener können sich in Frankfurt kaum noch eine eigene Wohnung leisten. Manche kehren der Großstadt bereits den Rücken. Andere werden kreativ und gründen eine Baugruppe.

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          Da stehen sie vor der Naxoshalle im Ostend. Vier junge Familien auf Wohnungssuche, acht Erwachsene und sechs Kinder. Sie kennen sich von früher, aus dem Studium, der eine war der Trauzeuge des anderen. Und sie haben einen Traum: zusammenwohnen, Räume teilen. Rund um die Naxoshalle ist genau das möglich geworden. Dort haben Genossenschaften einige Wohnhäuser mit Gemeinschaftsflächen gebaut. Die Familien würden sofort einziehen. Aber die Häuser sind längst belegt. "Wir sind zehn Jahre zu spät geboren", sagt Katrin Pocker* und lacht.

          Rainer Schulze
          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Als sie vor Jahren zum Studium nach Frankfurt kamen, waren die Preise noch günstiger. Jetzt sind die Freunde in einer Phase, in der man sesshaft wird, eine Familie gründet und eine feste Bleibe sucht. Also zwischen dreißig und vierzig. Peter Deppe geht gedankenverloren über das Naxos-Grundstück. "In allen Köpfen ist verankert: Eine Wohnung kauft man bei Immobilienscout im Internet. Oder man sucht sich auf dem Land aus dem Katalog eines Bauträgers etwas aus." Das Angebot, das der Immobilienmarkt ihnen in Frankfurt bietet, ist mau. Die meisten Wohnungen liegen in einer Preisklasse, in der sie nicht mitspielen können.

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