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Stadtplanung im Ballungsraum : Die Wohnungsbau-Misere

Wohnhäuser wie dieses findet man nur noch selten in Frankfurt, außer man ist steinreich. Bild: Getty

Vor zehn Jahren war der Markt für Wohnungen in Frankfurt noch in Ordnung. Seither geht es bergab. Doch auf der Suche nach den Gründen muss man noch weiter zurückblicken.

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          Drehen wir die Uhr einmal um zehn Jahre zurück. 2011 war der Frankfurter Wohnungsmarkt noch in Ordnung. Auch als Normalverdiener konnte man sich eine Wohnung auf dem freien Markt leisten, das mittlere Preisniveau lag damals bei 3000 Euro pro Quadratmeter – im Neubau. Ein neues Reihenhaus bekam man für 300.000 Euro. Und wer lieber zur Miete wohnte, zahlte für den Quadratmeter einer Altbauwohnung im Nordend weniger als zehn Euro im Monat.

          Rainer Schulze
          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Zehn Jahre später hat sich das Bild grundlegend geändert. Die Preise für Wohneigentum haben sich mehr als verdoppelt. Eine neue Eigentumswohnung kostet inzwischen 7670 Euro pro Qua­dratmeter. Für ein Reihenhaus zahlt man, je nach Lage, fast eine Million – gebraucht, denn neue werden sowieso nicht mehr gebaut. Es ist für Normalverdiener ohne Erbschaft kaum noch möglich, eine eigene Wohnung zu erwerben. Und beim Mietniveau können sich Vermieter fast jede Eskapade erlauben – Mietpreisbremse hin, Mietpreisbremse her. Quadratmeterpreise von zwanzig Euro sind keine Seltenheit mehr.

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