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WM-Finale : Public Viewing in vielen Städten in Hessen

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Final Countdown: Viele Fußballfans zählen die Stunden bis zum WM-Finale am Sonntag. Die Karten für das Public Viewing in der Commerzbank-Arena sind schon ausverkauft. (Archivbild) Bild: dpa

Ob im Stadion, in Kneipen oder unter freiem Himmel: Halb Hessen trifft sich am Sonntagabend um das WM-Finale zu schauen. Doch nicht nur schwarz-rot-goldene Fahnen werden im Land zu sehen sein.

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          Euphorie und Vorfreude: Die Fußballfans in Hessen zählen schon die Stunden bis zum WM-Finale am Sonntagabend. Allein beim größten Public Viewing im Land in der ausverkauften Commerzbank-Arena in Frankfurt werden 50.000 Fans das Duell Deutschland gegen Argentinien verfolgen. Auch in vielen anderen Städten ist Rudelgucken angesagt. Aber auch in Kneipen und den eigenen vier Wänden werden die Fans beim Finale mitfiebern.

          Für die meisten Hessen ist klar, wer den Titel verdient hat und die WM-Trophäe mit nach Hause nehmen wird. Ganz anders dürften das die etwa 450 Argentinier sehen, die laut offizieller Statistik in Hessen leben. Als feste Anlaufstelle für argentinische Fußballfans hat sich eine Tangoschule in der Nähe der neuen Europäischen Zentralbank in Frankfurt etabliert. Schon nach dem Finaleinzug feierten rund 200 teils in Landesfarben gekleidete Fans in der Academia de Tango. Auch Sonntag wird dort gejubelt - egal, wie das Spiel ausgeht.

          In der WM-Arena in Gießen werden wieder 5.000 Fans und eine „grandiose Stimmung“ erwartet, wie der Veranstalter sagt. Er rät den Fans, möglichst früh auf das Gelände im Schiffenberger Tal zu kommen, um einen Platz zu ergattern. Der Einlass ist schon drei Stunden statt wie bisher zwei Stunden vor Spielbeginn.

          Wie viele Menschen zum Public Viewing ins Auestadion in Kassel kommen werden, sei nicht absehbar, sagt Veranstalter Oliver Pottsmann. Einen Kartenvorverkauf gebe es nicht. „Es kommt der rein, der zuerst da ist.“ Bei den vorherigen Partien der deutschen Elf waren es bis zu 3.000 Fußballfans. Nach dem Finale wird allerdings im Auestadion nicht mehr lange gefeiert werden können, denn dann folgt schon der Umbau für die nächste Fußball-Veranstaltung: Am Dienstagabend läuft Vizemeister Borussia Dortmund zu einem Testspiel in Kassel auf.

          Fans in Fulda haben bei den beiden größten Public Viewings die Qual der Wahl: Rudelgucken unter freiem Himmel oder in der Halle. Die Esperanto-Halle fasst beim Public Viewing rund 2.500 Zuschauer. „Gegen Brasilien waren 2.300 Besucher hier. Diesmal wollen wir die Bestmarke knacken“, sagt Jennifer Heil vom Veranstalter. Verfolgen können die Fußball-Fans die Partie bei Bratwurst und Bier auf einer mehr als 80 Quadratmeter großen Leinwand - und zwar kostenlos.

          Der Innenhof des Vonderau-Museums bietet mehr als 2.000 Zuschauern Open-Air-Feeling bei freiem Eintritt. „Wenn das Wetter gut ist, wird es bestimmt voll. Da sollte man zwei Stunden vor dem Anpfiff da sein, wenn man einen guten Platz haben möchte“, sagt Veranstalter Jürgen Süssemilch. Seine persönliche Public-Viewing-Bilanz fällt mies aus: „Es war so schlecht wie noch nie. Auch wirtschaftlich hat es sich nicht gelohnt.“ Das Wetter habe nicht mitgespielt und viele reizvolle Partien hätten erst spät stattgefunden.

          Auch in Darmstadt gibt es mehrere Möglichkeiten zum Rudelgucken - nach einem Sieg zieht es die Fans aber immer an einen zentralen Ort: den City-Tunnel unter dem Luisenplatz in der Stadtmitte. Die Polizei nimmt’s gelassen und hat sich daran gewöhnt, die „Besetzung“ des Tunnels ist inzwischen Tradition. „Der Verkehr wird umgeleitet“, sagt ein Polizeisprecher.

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