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FAZ Plus Artikel Flüchtlinge am Arbeitsmarkt : „Optimismus ist dem Realismus gewichen“

Stichhaltig: Das Frankfurter Start-up Stitch by Stitch gilt als Beispiel für gelungene Integration. Bild: Frank Röth

Gut drei Jahre nach dem Beginn der Flüchtlingswelle fällt die Bilanz der Wirtschaft in der Region zwiespältig aus, wie die Integration in den Arbeitsmarkt gelingt.

          Den Unternehmer Burkhard Oel kann man wohl einen Integrationsprofi nennen. Weil seiner Meinung nach der Staat viel zu träge war, hatte der Inhaber der Großweberei Langheinrich in Schlitz im Vogelsbergkreis, spezialisiert auf Tischdecken und Stoffservietten für Hotels, vor drei Jahren selbst die Initiative ergriffen. Er hatte auf seinem Firmengelände ein Flüchtlingsheim eingerichtet und dann gut ein Dutzend der Bewohner eingestellt, zunächst als Praktikanten, später als Auszubildende und als feste Mitarbeiter. „Ohne die Ausländer gäbe es uns hier am Standort nicht mehr“, sagt er heute. Aber er sagt auch: „Es gibt viele, die wollen gar nicht arbeiten.“

          Falk Heunemann

          Wirtschaftsredakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Solche zwiespältigen Bilanzen sind von vielen zu hören, die man fragt, wie die Integration der Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt der Rhein-Main-Region funktioniert. Vor drei Jahren waren mehr als eine Million Frauen und Männer aus Syrien, Afghanistan und anderen Ländern nach Deutschland gekommen, 75.000 davon gelangten nach Hessen. „Wir schaffen das“, hieß es damals nicht nur von der Bundeskanzlerin, sondern auch von vielen Unternehmen. Sie hofften, mit den vielen Zugewanderten den Fachkräftemangel zu beheben. Das Land, die Kammern und andere Institutionen legten Integrationsprogramme auf und trafen sich regelmäßig, um den Stand der Förderung zu besprechen. Zahlreiche Unternehmen, die Arbeitsagentur und die Kammern gründeten die Initiative „Berufliche Integration von Flüchtlingen in Frankfurt-Rhein-Main“. An guten Beispielen mangelte es nicht. Das kleine Sozialunternehmen Stitch by Stitch zum Beispiel, das zwei Frankfurterinnen 2016 mit Zuschüssen gegründet hatten, wurde mit Preisen bedacht, weil es 20 Näherinnen aus Afghanistan und Syrien Arbeit gab.

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          Flüchtlinge bei der Berufsorientierung in der Ausbildungswerkstatt Pittler ProRegion in Langen.

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          Heerestechnik-Hersteller Rheinmetall Defence bildet acht junge Flüchtlinge aus Syrien und Afghanistan dreieinhalb Jahre zu Kfz-Mechatronikern und Schweißern aus.

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