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Aus für Riester-Sparplan : Zu günstig für die Kunden

Stellt Riester-Sparplan ein: Mainzer Volksbank Bild: Cornelia Sick

Nun ist es passiert. Die letzte Bank in der Rhein-Main-Region stellt den Riester-Sparplan ein. Wer diese günstige Form der privaten Altersvorsorge wählen will, muss nun online gehen.

          Riester-Verträge gelten vielen als kompliziert und zu teuer, dabei gibt es ein günstiges und kundenfreundliches Produkt: den Riester-Sparplan. Kunden zahlen dabei ihre Beiträge und die staatlichen Zulagen auf ein spezielles Sparkonto bis zur Rente ein. Das ist zwar nicht verzinst, dafür werden aber – anders als bei Versicherungen und Fondspolicen – keine Provisionen für Vermittler oder hohe Gebühren fällig. Verbraucherschützer hatten deshalb wiederholt diese Form des Riesterns empfohlen.

          Falk Heunemann

          Wirtschaftsredakteur in der Rhein-Main-Zeitung und bei dem Wirtschaftsmagazin Metropol.

          Denn es kann sich durchaus lohnen, vor allem wegen der staatlichen Zulagen (175 Euro pro Person und bis zu 300 Euro pro Kind) und der Steuergutschrift. Ein gut verdienender Single etwa oder auch eine Mutter von zwei Kindern mit wenig Einkommen kommen schnell auf Renditen von 40 bis 60 Prozent, wenn sie nur die staatliche Förderung komplett nutzen.

          Den Vertrieb eingestellt

          Einen entscheidenden Nachteil hat der Riester-Sparplan aber doch: Er lohnt sich nicht für die Banken. Daher hatten nur wenige solche Sparpläne überhaupt im Angebot. Letzter Anbieter in der Region war die Mainzer Volksbank. Nun jedoch hat auch sie den Vertrieb eingestellt. Die Nachfrage sei zurückgegangen, zudem habe es sich immer weniger für die genossenschaftliche Bank gerechnet, sagte ein Sprecher auf Nachfrage. Bestandskunden wird das Produkt aber nicht gekündigt.

          Kunden aus der Region, die einen Riester-Sparplan wünschen, können sich offenbar nur noch an eine einzige Bank in Deutschland wenden: die Sparkasse Holstein. Sie vertreibt das Produkt bundesweit über ihre Internetseite.

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