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Wirtschaft in Hessen : Auch Helaba rechnet mit mehr Beschäftigung

Auch wenn der Frankfurter Flughafen nicht so dynamisch zulegt wie sonst: Hessens Wirtschaft bleibt auf Wachstumskurs. Bild: dpa

Die Volkswirte der Helaba erwarten, dass es 2017 noch mehr Arbeitsplätze in Hessen gibt - ebenso wie andere Fachleute. Aber die Wirtschaft des Bundeslands wird doch nur im deutschen Durchschnitt wachsen.

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          Zweimal war in den vergangenen Wochen an dieser Stelle zu lesen, dass die Wirtschaft der Region vor einem guten Jahr 2017 stehe. Anfang des Monats prognostizierten zunächst das Institut für Wirtschaft, Arbeit und Kultur an der Goethe-Universität und dann die Industrie- und Handelskammern, dass im Rhein-Main-Gebiet Zehntausende Arbeitsplätze entstehen werden. Einmal war von 40 000, einmal von 35 000 die Rede, wobei sich allerdings die regionale Abgrenzung unterscheidet, so dass man dieser Differenz nicht zu viel Bedeutung beimessen sollte.

          Manfred Köhler

          Stellvertretender Ressortleiter des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und verantwortlicher Redakteur des Wirtschaftsmagazins Metropol.

          Nun hat sich die Landesbank Hessen-Thüringen dieser Prognose angeschlossen - zumindest insofern, dass auch die Volkswirte dieses Kreditinstituts pauschal erwarten, dass die Beschäftigung in Hessen im nächsten Jahr steigen, während umgekehrt die Arbeitslosenquote weiter sinken wird. Das gelte auch dann, wenn 2017 mehr Flüchtlinge auf Arbeitssuche gingen, heißt es in einer gestern veröffentlichten Studie der Helaba über die wirtschaftlichen Aussichten Hessens.

          Zahl der Arbeitsplätze spürbar erhöht

          Allerdings scheint es keine Chance zu geben, dass die Wirtschaft dieses Bundeslands im Ländervergleich überdurchschnittlich wächst. Das war auch schon in den vergangenen Jahren selten genug der Fall (siehe Grafik). Für 2017 erwarten die Fachleute der Helaba für Deutschland wie für Hessen ein Wachstum von 1,5 Prozent. Barbara Bahadori, die Autorin der Studie, gibt zu bedenken, dass die hessische Industrie in diesem Jahr einen Umsatzrückgang zu verkraften gehabt habe und beim Flughafen als Wirtschaftsmotor zwar mit einem Plus bei der Fracht, nicht aber bei den Passagierzahlen zu rechnen sei.

          Bei den Dienstleistungen sei die Dynamik in diesem Jahr unter dem Bundesdurchschnitt geblieben. Der Einzelhandel liege hingegen im Schnitt. Ein gutes Zeichen für die hessische Wirtschaft sei es, dass die Kreditvergabe der Banken gewachsen sei. Vom Brexit seien im nächsten Jahr noch keine Impulse zu erwarten.

          Gertrud Traud, die Chefvolkswirtin der Helaba, hatte schon im Dezember-Heft der Zeitschrift „Metropol“ geschrieben, 2017 werde Hessen nicht über dem Bundesdurchschnitt liegen - ebenso wenig wie in diesem Jahr. Es habe sich jedoch die Zahl der Arbeitsplätze in dem Bundesland in diesem Jahr spürbar erhöht, die Arbeitslosenquote liege mit 5,3 Prozent unter dem Durchschnitt.

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