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Paketlieferung der Zukunft : Wingcopter erhält 22 Millionen Dollar für Drohnen-Produktion

178 Zentimeter Spannweite: Wingcopter-Gründer Jonathan Hesselbarth, Tom Plümmer und Ansgar Kadura (von links) mit einer ihrer Drohnen Bild: Wingcopter/Jonas Wresch

Das hessische Start-up Wingcopter erhält Geld von Investoren und dem Land Hessen, um die Massenproduktion zu beginnen. Dabei ist das Unternehmen erst drei Jahre alt.

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          Grüne Berge, Atlantikküste, graue Burgruinen und bunte Häuser – die Insel Mull im Nordwesten Schottlands gilt normalerweise als Geheimtipp für Reisende. Doch derzeit müssen auch die 2800 Einwohner auf der abgelegenen Insel auf das Corona-Virus getestet werden. Mit Fähre und Autos dauert der Transport der Corona-Tests allerdings mehrere Stunden, dabei besteht auch noch die Gefahr, das Temperaturschwankungen die Proben beeinflussen. Deshalb wurden versuchsweise Lieferdrohnen eingesetzt, die nur 15 Minuten für die Strecke von der Insel zum Testlabor auf dem Festland benötigen – geliefert wurden die Drohnen von Wingcopter aus Weiterstadt.

          Falk Heunemann
          Wirtschaftsredakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Vor gerade einmal drei Jahren war das Start-up von den Darmstädter Studenten Tom Plümmer und Jonathan Hesselbart gegründet worden. Nun bereiten sie die Massenproduktion ihrer Lieferdrohnen vor – und fordern dabei Konkurrenten wie den Handelsriesen Amazon heraus. „Unser Ziel ist die Marktführerschaft“, sagt Geschäftsführer Plümmer selbstbewusst. Nicht nur er scheint das tatsächlich für möglich zu halten, sondern auch Investoren. Das Start-up hat eine Finanzspritze von 22 Millionen Dollar erhalten, unter anderem von Xplorer Capital aus dem amerikanischen Silicon Valley, aber auch vom hessischen Wachstumsfonds Futury und vom Land Hessen. Das Geld ermögliche ein deutlich schnelleres und weltweites Wachstum, sagt Plümmer. Es ist der bislang größte Geldzufluss, den das Unternehmen erhalten hat. Größter Kapitalgeber bislang war ein Finanzinvestor aus Singapur, der im Dezember 2019 einen einstelligen Millionenbetrag bereitgestellt hatte.

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