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„Deep Farming“ inklusive : Wie Hessen eine enkeltaugliche Landwirtschaft erreichen will

Flugobjekt: Eine Biene nähert sich einer blühenden Sonnenblume Bild: dpa

Hessen will gegen die für Weidetiere schädlichen Kreuzkräuter vorgehen und mit „Deep Farming“ dem Grundwasser und dem Klima dienen. Wissenschaftler aus Gießen und Rheinland-Pfalz sollen dabei helfen.

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          Weniger Dünger und Pflanzenschutzmittel sowie ein gesunder insektenfreundlicher Wald: Das sind die Ziele dreier Projekte, die das hessische Umweltministerium nach einer Ankündigung am Montag mit 1,2 Millionen Euro aus dem Programm „Innovation und Zusammenarbeit“ unterstützt. In Zeiten der Klimakrise und des Artensterbens würden an die Landwirtschaft hohe Erwartungen gestellt, sich weiterzuentwickeln und nachhaltig zu wirtschaften. „An Hochschulen und in landwirtschaftlichen Betrieben existieren bereits viele gute Ideen, wie eine enkeltaugliche Landwirtschaft aussehen kann“, sagte Umweltministerin Priska Hinz (Die Grünen). Damit solche Ideen nicht nur in den Köpfen blieben oder in Schubladen verschwänden, wolle das Ministerium die Vorhaben und gleichzeitig den engen Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis fördern.

          Patricia Andreae
          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Im einzelnen geht das Geld an die Gruppe „Antago Senecio“, die sich mit einer „ökologisch vertretbaren Bekämpfung von Kreuzkräutern (Senecio spec.)“ befasst. Diese auch Greiskraut genannten Arten würden für Hessens Landwirtschaft immer mehr zum Problem. Denn sie enthielten für Weidetiere hochgiftige Stoffe und gefährdeten die Nutzung von Weiden und Heuwiesen besonders auf Flächen, die unter Naturschutz stehen oder ökologisch bewirtschaftet werden. Die Justus-Liebig-Universität Gießen will mit acht landwirtschaftlichen Betrieben aus Hessen und Rheinland-Pfalz, dem Julius-Kühn-Institut sowie weiteren Partnern neue naturverträgliche Methoden entwickeln, um die Kreuzkräuter zurück zu drängen.

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