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Start-up Pergano : Wie der Pizzakarton wiederverwendbar wird

  • -Aktualisiert am

Fast schon Kunstobjekte: Das Start-up Pergano hat ein Herz für Pizzaschachteln. Bild: Stephan Lucka

Vater, Freund und Söhne haben ein gemeinsames Unternehmen gegründet, das die Berge weggeworfener Pizzakartons schrumpfen lässt. Es liefert ein Trennpapier, mit dem Käse und Tomaten die Pappe nicht verschmutzen.

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          Mit Papier kennt sich Familie Herbert schon seit Generationen aus. Der Großvater von Justus und Julian Herbert hatte den Handelsvertrieb für Papier- und Druckwaren gegründet, den sein Sohn Henry, Vater von Justus und Julian, heute unter dem Namen „Rolls und Paper“ in Obertshausen führt. Von Etiketten über Kopier- und Laserpapiere bis hin zu Verpackungen kann er so ziemlich alles bieten, was die Papierwarenwelt hergibt. Auf ein ganz spezielles Papier hat sich derweil das erst 2018 gegründete Familienunternehmen der Herberts, genannt Pergano, spezialisiert.

          Pergano liefert ein naturreines und zugleich fettresistentes Trennpapier, das auf den Boden des Pizzakartons gelegt wird, damit Käse und Tomaten die Pappe nicht verschmutzen. Denn nur dann, wenn keine Fettflecken im Karton sind, kann dieser wiederverwertet werden. Die Idee dazu entstand während der Studienzeit von Justus und Julian Herbert. Die Brüder waren damals auf diese Zahlen gestoßen: Um die 800 Millionen Pizzen würden in Deutschland jährlich zum Mitnehmen verkauft, um die 600 Millionen Pizzakartons könnten davon nicht wiederverwertet werden, weil sie verschmutzt seien, sagt Julian Herbert (28).

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