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Frauenquote für Unternehmen? : Fortschritte fast nur in den Aufsichtsräten

Bei der Commerzbank, Fraport und Co. gibt es wenig Frauen in Führungspositionen. (Symbolbild) Bild: dpa

Wer immer schon der Ansicht war, mehr Frauen in Führungspositionen gebe es nur auf Druck des Gesetzgebers, kann sich bestätigt fühlen. Das zeigt beispielhaft die Entwicklung in vier Konzernen Frankfurts.

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          Von der Förderung von Frauen in den Unternehmen ist viel die Rede, doch was geschieht wirklich? Um dies herauszufinden, verfolgt diese Zeitung seit 2012 exemplarisch die Entwicklung in vier Frankfurter Konzernen, bei der Deutschen Bank und der Commerzbank, bei Fraport und bei der Messe. Dabei wird der Blick nicht nur auf den Aufsichtsrat und auf den Vorstand gerichtet, sondern auch auf die Führungsebenen darunter. Dies geschieht getreu der Annahme, dass sich auch Frauen hocharbeiten müssen, also zunächst ihr Anteil auf der Ebene der Abteilungs-, Gruppen- und Bereichsleiter steigen muss, bis auch im Vorstand etwas geschieht.

          Manfred Köhler
          Stellvertretender Ressortleiter des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und verantwortlicher Redakteur des Wirtschaftsmagazins Metropol.

          Die Bilanz (siehe Grafik) ist allerdings ernüchternd. Nicht einmal beim Vergleich über sechs Jahre hinweg, also beim Nebeneinanderlegen der Zahlen nur von 2012 und 2018, ist durchweg ein Anstieg des Frauenanteils festzustellen. Bei der Fraport-Geschäftsbereichsleitung lag die Quote 2012 wie 2018 bei 14 Prozent, in der Geschäftsführung der Messe Frankfurt bei 13 Prozent. Bei den Abteilungsleitern dort war sie 2018 sogar etwas niedriger als sechs Jahre zuvor.

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