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Die Jung-Unternehmer von Paperbag: Ulf Appel, Valerie Zilch, Anne Julia Nowitzki (v.l.) Bild: The Paperbag

Nachhaltigkeit : Waschbare Taschen aus Papier

  • -Aktualisiert am

HfG-Absolventin setzt auf nachwachsende Rohstoffe für stabile Beutel und auf umweltbewusste Kundschaft für ihre Paperbags.

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          Frankfurt ⋅ Sie sieht fast aus wie eine Papiertüte, nur cooler: mattschwarz, mit softeis-farbenen Henkeln und Innentasche. Sie knittert zwar, aber sie knistert nicht, lässt sich lautlos knautschen und reißt nicht. „Die kann man sogar waschen, bis 30 Grad“, sagt Valerie Zilch und streicht liebevoll über die Tasche namens Paperbag, die sie mit erfunden hat.

          Am Anfang war das Material: Valerie Zilch, die Modedesign in Berlin und Produktgestaltung an der Hochschule für Gestaltung (HfG) in Offenbach studiert hat, war 2017 auf einem Designmarkt in München mit ihrer Freundin Jennifer Roither unterwegs. Dort fiel ihnen der papierartige Stoff in die Hände, der aus umweltzertifizierter Zellulose mit ein wenig Latex in Deutschland produziert wird: nachhaltig, robust, leicht zu färben und unverwechselbar, sogar Patina legt er sich zu. Er wird schon seit einer Weile für Jeansetiketten verwendet als Ersatz für Leder.

          Fasziniert von dem Gewebe, experimentierten Zilch und Roither zunächst mit Espadrilles, den aus Südfrankreich und Spanien bekannten Sommerschuhen, die normalerweise aus Pflanzenfasersohlen und Tuch gefertigt werden. Aber so richtig überzeugt hat sie erst die Idee, das ganz besondere Papier zu einer Tasche zu verarbeiten, die mit ihrer kastenartigen Form dem Material entspricht und fast alles mitmacht: „Wir sehen sie als Begleiter durch den Alltag: fürs Büro, für einen Einkauf und auch fürs Nachtleben!“

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