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Ein Zusteller erzählt : Was sich ein Paketbote wünscht

  • -Aktualisiert am

Alle Hände voll zu tun: Paketzusteller Rocco d´Angelo Bild: Samira Schulz

Paketbote Rocco D’Angelo wird an Weihnachten von seinen Kunden beschenkt. Und hat doch immer noch einen großen Wunsch.

          3 Min.

          Bei Nummer 43 ist niemand zu Hause. Das weiß Rocco D’Angelo schon, bevor er den Klingelknopf drückt. „Ist hier immer so“, sagt er und läutet dennoch. Dann legt er das Paket, das er zustellen soll, auf die Fußmatte und tritt coronakonform ein paar Schritte zurück. Doch nichts rührt sich in dem Häuschen am Feldrand von Roßdorf im Kreis Darmstadt-Dieburg. Auch beim zweiten Läuten bleibt die Tür geschlossen. D’Angelo, den die meisten bei seinem Vornamen nennen, schnappt sich den Karton und trägt ihn zurück zu seinem Transporter. „Früher habe ich die Sachen für dieses Haus bei Nachbarn abgegeben“, erzählt er, während er das Päckchen wieder verstaut. „Doch die Leute bestellen viel und sind oft nicht da. Irgendwann hatten die Nachbarn keine Lust mehr, etwas anzunehmen.“

          Rocco versteht das, auch wenn es für ihn mehr Aufwand bedeutet. „Ich versuche dann, das Paket ein zweites Mal zuzustellen, danach bringe ich es in eine Filiale, wo es der Empfänger holen muss.“ Zwar seien in Pandemiezeiten mehr Adressaten zu Hause als sonst. Dennoch komme mitunter einiges an übrig gebliebenen Paketen zusammen. „Deswegen freuen wir uns, wenn Nachbarn etwas annehmen“, sagt Rocco stellvertretend für alle Boten.

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