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Leasing oder Leihrad : Warum sich Dienstfahrräder lohnen

Mit dem Rad zur Arbeit: Einige Unternehmen beteiligen sich an den Kosten Bild: dpa

Kein Arbeitgeber kann es sich leisten, seine fahrradfahrenden Mitarbeiter zu vernachlässigen. Und das nicht nur aus etwaiger Liebe zur Umwelt. Sondern aus schlicht ökonomischen Gründen.

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          Sein tägliches Rennen hat Dirk Böning-Corterier wegen eines Plattens verloren. „Die Autopendler waren heute ausnahmsweise schneller“, sagt der Bad Homburger, nachdem er sein Rad auf einem Feldweg bis nach Frankfurt schieben musste. „Ich war aber immer noch schneller als die Autos, die neben mir im Stau auf der Autobahn standen.“ Um die 8000 Kilometer insgesamt fährt Dirk Böning-Corterier jedes Jahr mit dem Rad von seinem Zuhause bis zu seiner entfernten 18 Kilometer Arbeitsstelle bei DB System im Frankfurter Silberturm. Egal, ob es schneit oder regnet.

          Falk Heunemann

          Wirtschaftsredakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Ganz so extrem ist Dirk Zager nicht, bei Frost und Glatteis nimmt er die Bahn. Ansonsten fährt er täglich mit dem Rad von Karben nach Frankfurt-Hausen, zu den Lateral Towers. 22 Kilometer sind das jeweils, morgens hin, abends zurück. „Meine Schallmauer ist die Ein-Stunden-Grenze“, sagt er. Zager, Strategischer Einkäufer bei der Commerzbank, ist vor acht Jahren aufs Zweirad umgestiegen. „Die S-Bahn S6 ist einfach eine Katastrophe.“ Zunächst strampelte er sich nur am Casual Friday ab, inzwischen jeden Tag. Er wolle damit etwas für die Umwelt und für seine Gesundheit tun, sagt er.

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