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Von Frankfurt nach Eschborn : Börse spart mit Umzug 17 Millionen an Steuern

Der Neubau der Deutschen Börse in Eschborn - hier ein Modell - soll im Sommer 2010 bezugsfertig sein Bild: dpa

Durch den Umzug von Teilen der Deutschen Börse nach Eschborn sind der Stadt Frankfurt im vergangenen Jahr 17 Millionen Euro Gewerbesteuer verloren gegangen. 2010 will die Börse ihren Neubau beziehen.

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          Durch den Umzug von Teilen der Deutschen Börse nach Eschborn sind der Stadt Frankfurt im vergangenen Jahr 17 Millionen Euro Gewerbesteuer verloren gegangen. Diesen Betrag habe das Unternehmen durch die Verlagerung etwa der Hälfte der Arbeitsplätze von Hausen in die Nachbarstadt an Gewerbesteuerzahlungen einsparen können, sagte Vorstandsvorsitzender Reto Francioni am Mittwoch auf der Hauptversammlung des Dax-Konzerns in der Frankfurter Jahrhunderthalle.

          Tim  Kanning

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Die Kosten des Umzugs bezifferte Francioni auf zehn bis 20 Millionen Euro. Die Miete für die Interimsunterkunft, das ehemalige Haus der Mode, in der die Mitarbeiter bis zum Bezug des Neubaus 2010 untergebracht werden, beliefen sich auf 20 bis 30 Millionen Euro. Francioni hob hervor, dass es sich bei den Umzugskosten um einmalige Ausgaben handele. Die Steuerersparnis durch den Umzug wirke sich hingegen jedes Jahr aufs neue positiv in der Bilanz aus. Schon jetzt liege die Steuerquote bei 27 Prozent, statt wie einst bei 36 Prozent.

          Für das laufende Jahr dämpfte Francioni die Hoffnungen der versammelten Aktionäre. Nach dem Rekordjahr 2008 sei angesichts der schwierigen Verfassung der Kapitalmärkte nicht mit einer weiteren Verbesserung zu rechnen. Schon der Konzernüberschuss im ersten Vierteljahr lag gut ein Drittel unter dem des Vorjahresquartals. Die Anteilseigner kritisierten vor allem den Vorschlag des Vorstands, die Dividende trotz des 2008 deutlich gesteigerten Gewinns auf dem Vorjahresniveau zu belassen.

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