https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/wirtschaft/vinyl-darum-kauft-man-schallplatten-besser-im-laden-als-im-netz-18475247.html

Vinyl-Hype : Warum man Schallplatten besser im Laden als im Netz kauft

Laden auf Zeit: Matthias Westerweller will den Plattenladen Hoppigaloppi erst mal bis Ende des Jahres be­treiben. Wie es dann weitergeht, will er sehen. Bild: Michael Braunschädel

Der Vinyl-Hype hält an, gebrauchte Schallplatten verkaufen sich hervorragend. Für Sammler könnte es sich bald lohnen, öfter in Läden als im Netz nach ihnen zu stöbern. Das hat auch mit neuen Preisen bei der Post zu tun.

          4 Min.

          Der Laden heißt Hoppigaloppi, vor der Tür steht ein Schaukelpferd. Den Namen hat sich Matthias Westerweller von einer Pferderanch „ausgeborgt“, ohne Hintergedanken, einfach weil er ihn lustig und schön findet. Überhaupt hat er nicht lange darüber nachgedacht, ob er das machen soll: einen Plattenladen eröffnen. Für Westerweller ist der Laden, gerade einmal 25 Quadratmeter groß, an der Berger Straße im Frankfurter Nordend, ein Experiment. Er will herausfinden, ob sich ein Geschäft mit gebrauchten Schallplatten rentieren kann. Und ob ihm das Ganze, das Verkaufen von Musik, noch Spaß macht.

          Alexander Jürgs
          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          In der Region kennt man Matthias Westerweller als DJ, mit dem Plattenauflegen verdient der Freiberufler sein Geld. Er hat die Partyreihe „Lazy“ ins Leben gerufen, moderiert beim Internetradio Byte FM eine eigene Sendung, tritt aber auch bei Firmenfesten, Hochzeiten und anderen Privatpartys auf. Dass er schon einmal, von 1991 bis 2001, als Plattenhändler gearbeitet hat, bevor er als DJ bekannt wurde, wissen nur wenige. Auch damals war Westerweller an der Einkaufsmeile Berger Straße tätig: in der Schallplattenabteilung des Elektromarkts Saturn Hansa. Doch nach zehn Jahren hatte er keine Lust mehr auf den Job.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.
          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+
          Mordwerkzeug: Sergej Mironow, der Leiter der Fraktion „Gerechtes Russland – für die  Wahrheit“ in der Staatsduma, präsentiert einen Vorschlaghammer mit einer persönlichen Widmung von der privaten Söldnerfirma Wagner.

          Russlands Ideologie des Todes : Das Imperium mit dem Vorschlaghammer

          Auf dem Weg nach Walhalla: Die private Söldnertruppe Wagner mit ihrer demonstrativen Brutalität bestimmt zunehmend den politischen Ton in Russland. Männer werden auf den Tod in der Schlacht eingeschworen. Ein Gastbeitrag.
          Mao etablierte ein System geheimer „interner Referenzmedien“, das dem Regime bis heute Informationen liefert.

          Geheimberichte Chinas : Pekings Informanten und die Folgen der Zensur

          Über interne Kanäle lässt Peking sich über die Lage im Land wie Ausland informieren. Der Sinologe Daniel Leese hat historische Geheimberichte analysiert – und untersucht, wie das Regime selbst den Informationsfluss stoppt.

          Hertha nach dem Bobic-Rauswurf : Das Ende des Größenwahns

          Der „Big City Club“ ist mit dem Aus von Fredi Bobic endgültig Geschichte. Der neue Ansatz von Hertha BSC klingt gut, ist aber grotesk. Denn so wie der Klub nun werden soll, war er schon einmal.