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Versorger : Hessen überprüft Anhebung von Gaspreisen - Monopol-Mißbrauch?

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Hessen folgt dem Beispiel des Bundeskartellamts: Angesichts gestiegener Gaspreise läßt das Land die 37 regionalen Versorger auf Monopolmißbrauch überprüfen. Die meisten Anbieter seien in ihren Gebieten ohne Konkurrenz.

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          Angesichts gestiegener Gaspreise in Hessen läßt Wirtschaftsminister Alois Rhiel (CDU) die 37 regionalen Versorgungsunternehmen auf Monopolmißbrauch überprüfen. Die meisten Gasversorger seien in ihren Gebieten ohne Konkurrenz, erklärte Rhiel am Dienstag. Ihre Preise würden in dem Kartellverfahren untereinander und mit Anbietern außerhalb Hessens verglichen. Überhöhte Preise, die auf Monopolen beruhen, werde das Ministerium rückgängig machen. Im Dezember hatte schon das Bundeskartellamt mitgeteilt, die Gaspreiserhöhungen zu überprüfen.

          Im vergangenen Jahr hatten nach Angaben des Ministeriums alle hessischen Gasversorger ihre Preise erhöht. Begründet wurde dies meist mit höheren Energiekosten am Markt. Das Gießener Gasunternehmen verlange beispielsweise seit dem 1. Oktober im Schnitt um sieben Prozent mehr, der Darmstädter Versorger Entega erhöhte die Preise zum Jahreswechsel um durchschnittlich vier Prozent.

          Gasversorger unterliegen der Kartellaufsicht. Für Unternehmen, die nur in Hessen Gas anbieten, nimmt diese Aufgabe das Wirtschaftsministerium wahr. Die drei auch außerhalb Hessens tätigen Versorger - EAM (Kassel), Süwag (Frankfurt) und Entega (Darmstadt) werden vom Bundeskartellamt kontrolliert.

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