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Frankfurter Verkehrspolitik : „Fahrradfreundlich auch mit Autospuren“

Kammerspitzen: Der hessische Handwerkspräsident Bernd Ehinger (rechts) und der Frankfurter IHK-Präsident Ulrich Caspar Bild: Lucas Bäuml

Die Stadt Frankfurt will das Radwegenetz zu Lasten des Autoverkehrs ausbauen. Die Präsidenten der Wirtschaftskammern sehen das kritisch und vermissen einen Gesamtverkehrsplan.

          5 Min.

          Haben Sie etwas gegen ein fahrradfreundliches Frankfurt?

          Falk Heunemann

          Wirtschaftsredakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Handwerkskammer-Präsident Bernd Ehinger: Gar nichts. Eine pulsierende Stadt wie Frankfurt lebt aber von einem Miteinander aller Verkehrsmittel. Aus unserer Sicht wäre es wichtig gewesen, wenn es einen Gesamtverkehrsplan gegeben hätte, bei dem selbstverständlich der Radverkehr stärker berücksichtigt wird. So aber handelt es sich, wie bei der Mainufersperrung, nur um Stückwerk.

          IHK-Präsident Ulrich Caspar: Wir von der Industrie- und Handelskammer sind Befürworter einer fahrradfreundlichen Stadt – und gerade deswegen völlig unzufrieden. Die Bedeutung des Radverkehrs für den Weg zur Arbeitsstätte sowie für Kunden und Besucher der Stadt nimmt stetig zu. Statt nun aber schnelle Trassen zu bekommen, sollen Radfahrer Spuren an schnellen Autostraßen nutzen; sie sind dadurch Abgasen und roten Ampeln ausgesetzt. Wir entnehmen dem, dass es nicht darum geht, die Situation für Fahrradfahrer zu verbessern. Das halten wir für falsch.

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