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Verkehr : Zahlreiche "DB Service Stores" im Rhein-Main-Gebiet geplant

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Auch im Fernbahnhof des Flughafens plant die Bahn einen „Service Store” Bild:

Die Bahn AG will ihr Netz von "DB Service Stores" auch in der Rhein-Main-Region deutlich ausweiten. Dabei geht es um kleine Läden in Bahnhöfen, in denen man Snacks, Getränke, Zeitschriften aber auch Fahrkarten kaufen kann.

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          Die Bahn AG will ihr Netz von "DB Service Stores" auch in der Rhein-Main-Region deutlich ausweiten. Dabei geht es um kleine Läden in Bahnhöfen, in denen man Snacks, Getränke, Zeitschriften aber auch Fahrkarten kaufen kann. Sie sollen von Unternehmern als Franchise-Betriebe geführt werden, die Bahn macht allerdings Vorgaben für Angebot und Präsentation. Pilotprojekt für einen solchen Shop war 1997 die stark frequentierte Frankfurter S-Bahn-Station Galluswarte. Jetzt sollen unter der Regie des früheren Shell-Managers Christian Warning nach dem Vorbild der Tankstellenshops bundesweit bis zu 500 solcher Geschäfte an kleinen und mittleren Bahnhöfen eingerichtet werden. Zum Teil sollen sie in die Bahnhöfe ziehen, zum Teil in Pavillons davor; Bedingung ist, daß es an der Station mehr als 2500 Reisende am Tag gibt.

          In Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland existieren bereits sieben solcher Shops, 20 sollen bis Ende nächsten Jahres hinzukommen. Noch in diesem Jahr sollen nach Bahnangaben am Frankfurter Flughafen-Bahnhof, in Bad Soden, Dieburg, Frankfurt-Niederrad, Friedberg, Friedrichsdorf, Kronberg, Niedernhausen, Ober-Roden, Saarburg, Saarlouis und Schifferstadt "DB Service Stores" eröffnet werden. Bundesweit sollen es bis zum Jahresende mehr als 100 sein. Zum Teil würden die Geschäfte von früheren Tankstellenpächtern geführt, aber auch der ehemalige Olympia-Schwimmer Werner Lampe betreibe drei dieser Shops, sagte Jörn Grote von der Bahntochter DB Service Store GmbH.

          Pilotprojekt an der Galluswarte

          Beim Pilotprojekt an der Galluswarte wurden die Aufgaben so geteilt, daß der Pächter die Lebensmittel und Zeitschriften verkauft, Mitarbeiter der Bahn hingegen die Fahrkarten. Das soll nicht überall so sein. In einigen Bahnhöfen werden die Pächter auch den Fahrkarten-Verkauf und die Beratung übernehmen. Dafür würden sie speziell geschult, sagte Grote. Zum Teil soll mit diesem Schritt offenbar die Schließung von bahneigenen Fahrkartenschaltern ausgeglichen werden, zum Teil handelt es sich um zusätzliche Angebote.

          Nach der Vorstellung des Pilotprojekts sollte es eigentlich bereits vor sieben Jahren eine zügige Ausweitung des Konzepts auf 1500 Bahnhöfe geben. Offensichtlich gab es aber erhebliche Schwierigkeiten: Die Rede ist von Management-Fehlern, von Schwierigkeiten bei Bahnhofssanierungen und von der offenbar nicht erfolgreichen Idee, einige der Shops als Eigenbetriebe der Bahn zu führen. In drei "Service Stores" soll es mittlerweile einen Pächterwechsel gegeben haben, zweimal auf Betreiben der Bahn. Bisher soll jedoch kein Franchise-Nehmer insolvent geworden sein.

          Bahn am Umsatz beteiligt - Pacht niedrig

          An einigen Bahnhöfen haben sich die Bahnmitarbeiter, die dort früher Fahrkarten verkauften, mit einem "Service Store" gleichsam als Unternehmer selbständig gemacht, als die Bahn den Fahrkartenschalter aus Spargründen schloß. Bei anderen Bahnhöfen wurden Kioskbetreiber, Bäcker oder Gastronomen aus der jeweiligen Stadt als Pächter gewonnen. Die Bahn richtet die Läden ein und nimmt eine Einstiegsgebühr in Höhe von 6.500 Euro. An Miete zahlt der Pächter laut Bahn einen relativ niedrigen Grundbetrag, dafür kommt eine höhere umsatzabhängige Komponente hinzu. Die Verkaufsfläche soll zwischen 20 und 200 Quadratmetern liegen - die Galluswarte befindet sich mit 165 Quadratmetern im oberen Drittel. Die Investitionen der Bahn sollen je Shop zwischen 10.000 und 200.000 Euro betragen. Grote sagte, man habe rund 1.000 Interessenten für "Service Stores" gehabt. Die Nachfrage richte sich jedoch vor allem auf zentrale Standorte - bei entlegeneren Stationen sei es teilweise sogar schwierig, überhaupt einen Betreiber zu finden.

          Das Prinzip, den Verkauf von Fahrkarten in Geschäften mit anderen Produkten unterzubringen, ähnelt dem der Post für ihre Dienstleistungen. Sorgen, die Pächter könnten schon bald wie die Betreiber der Post-Agenturen Verträge mit schlechteren Konditionen bekommen, trat Grote entgegegen: "Keiner unserer Franchise-Nehmer muß unter dem Strich mit einer Verschlechterung rechnen." (sibi.)

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