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Druck auf die Kommunen erhöhen : Verdi protestiert in Frankfurt

Streik: Verdi fordert höhere Löhne im öffentlichen Dienst (Symbolbild). Bild: dpa

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi fordert höhere Löhne im öffentlichen Dienst. Am Dienstag wollen Beschäftigte der Städtischen Bühnen in Frankfurt dafür demonstrieren. Die FES wird nicht bestreikt.

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          Mehrere hundert Auszubildende und junge Beschäftigte wollen am Dienstag in Frankfurt für höhere Löhne im öffentlichen Dienst protestieren. Die Mitglieder der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi planen, am Vormittag auf dem Weg vom Hauptbahnhof bis zum Goetheplatz zu demonstrieren. Beschäftigte der Städtischen Bühnen sollen sich dem Protest anschließen. Zudem wird eine Rede des Verdi-Bundesvorsitzenden Frank Werneke erwartet.

          Falk Heunemann

          Wirtschaftsredakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Die Müllabfuhr in der Mainmetropole hingegen wird nach Angaben der Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH (FES) nicht bestreikt. Dienstleistungen der Entsorgung, Straßenreinigung, Wertstoffhöfe und Bioabfallbehandlungsanlage blieben entgegen ersten, anderslautenden Meldungen aufrechterhalten, hieß es am Montagabend.

          Mit den Aktionen will Verdi den Druck auf die Kommunen und den Bund vor der nächsten Verhandlungsrunde am 22. Oktober erhöhen. Die Gewerkschaft fordert eine Lohnsteigerung von 4,8 Prozent für ein Jahr, mindestens aber 150 Euro. Parallel dazu will sie im Nahverkehr einen bundesweit einheitlichen Tarifvertrag erkämpfen. Dort werden die Löhne auf Länderebene ausgehandelt.

          Verdi gehe „mit immer dreisteren Methoden“ vor, um Beschäftigte gegen ihre Arbeitgeber, die Kommunen und den Bund, aufzuwiegeln, sagte Niklas Benrath, Geschäftsführer der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände. So wirft Benrath der Gewerkschaft „Falschaussagen“ vor, etwa dass das Ziel eine Nullrunde sei. Zudem seien die Warnstreiks mittlerweile „unverhältnismäßig lang“. Verdi-Vertreter Thomas Winhold dagegen argumentiert, die Kommunen und der Bund hätten mehrere Verhandlungsangebote abgelehnt. „Diese Streiks gehen klar auf das Konto der Arbeitgeber mit ihrer sturen Verweigerungshaltung.“

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