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Warnstreiks in Hessen : Aus Protest „umarmt“

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Drohgebärde: Beschäftigte des öffentlichen Dienstes demonstrieren vor dem Bügerhospital in Frankfurt für höhere Gehälter. Bild: Frank Röth

Mitarbeiter in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen in Hessen haben ihre Arbeit niederlegt. Die Gewerkschaft Verdi will so Druck auf die Arbeitgeber machen. Insgesamt seien rund 600 Personen beteiligt gewesen.

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          Im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes von Bund und Kommunen sind in Hessen Warnstreiks angelaufen. Der Schwerpunkt der Proteste lag am Donnerstag auf Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und einzelnen Trägern der sozialen Arbeit. In Frankfurt kreiste ein Demonstrationszug am Mittag von zwei Seiten das Bürgerhospital ein. Der dortige Geschäftsführer sei der Verhandlungsführer des Krankenhaustisches bei den Tarifverhandlungen, erklärte eine Sprecherin der Gewerkschaft Verdi. „Wir haben sein Krankenhaus symbolisch umarmt.“

          Die Notfallversorgung sei sowohl in den Krankenhäusern als auch den Alten- und Pflegeheimen sichergestellt. Bereits mit der Frühschicht waren Aktionen in Frankfurt und Offenbach angelaufen, erklärte die Sprecherin. Sie sollten bis zum Ende der Spätschichten in den einzelnen Häusern fortgesetzt werden. Proteste habe es auch in Friedberg und Bad Nauheim im Wetteraukreis gegeben. Insgesamt seien rund 600 Personen beteiligt gewesen. Allein in Frankfurt seien es bei der Kundgebung 400 gewesen. Die Polizei sprach von 300 Teilnehmern.

          Verdi will mit den Warnstreiks ihren Lohnforderungen im laufenden Tarifstreit mit Bund und Kommunen Nachdruck verleihen. Verhandelt wird über die Einkommen von mehr als zwei Millionen Beschäftigten. Verdi und der Beamtenbund dbb fordern 4,8 Prozent mehr Lohn. Den Beschäftigten sollen mindestens 150 Euro mehr pro Monat zugesichert werden. Sie fordern eine Laufzeit von zwölf Monaten, die kommunalen Arbeitgeber wollen eine längere Laufzeit.

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