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Zu wenig Schienen und Straßen : Verbände warnen vor provinzieller Verkehrspolitik

Umschlag-Terminal im Frankfurter Osten Bild: Lando Hass

Vertreter hessischer Unternehmerverbände sorgen sich um die Verkehrspolitik in Hessen. Und fordern unter anderem eine neue Bahnstrecke.

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          Weil es so abwegig klingt, fühlt sich Christian Eichmeier bemüßigt, eine Sache nochmals hervorzuheben. „Das ist kein Witz, sondern wirklich passiert.“. Eichmeier ist Geschäftsführer der Contargo Rhein-Main GmbH, die im Frankfurter Osthafen einen sogenannten trimodalen Umschlagplatz betreibt, an dem Binnenschiffe, Züge und Lastwagen Güter anliefern und von dort abholen. Doch manchmal kämen Container mit Waren erst gar nicht dort an, weil sie zuvor auf der Schiene verloren gingen. „Keiner weiß, wo sie sich befinden, und sie tauchen erst Wochen später wieder auf“, so Eichmeier.

          Daniel Schleidt
          Koordinator der Wirtschaftsredaktion in der Rhein-Main-Zeitung.

          Dieser plakative Fall ist aber nur ein kleines Beispiel dafür, worauf Eichmeier und Vertreter von Unternehmerverbänden am Montag aufmerksam machen wollten: Warentransporte werden in ihren Augen in Deutschland politisch vernachlässigt, „der Güterverkehr steht verkehrspolitisch leider im Schatten des Personenverkehrs“, so Klaus Rohletter, der Vorstandsvorsitzender der Limburger Bauunternehmung Albert Weil AG und zugleich Vorsitzender des Verkehrsausschusses in der Vereinigung hessischer Unternehmerverbände ist.

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