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Verkehr der Zukunft : Wie der Uber-Chef um deutsche Taxis buhlt

Beim Redaktionsgespräch in Frankfurt: Der Amerikaner Dara Khosrowshahi führt den Uber-Konzern seit 2017. Bild: Ilkay Karakurt

Die­ umstrittene Fahrdienste-App Uber dient sich Taxis und ­Verkehrsverbünden als Vertriebspartner an. An Uber komme man in Zukunft kaum vorbei, glaubt der amerikanische Konzernchef Dara Khosrowshahi.

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          Das normale Leben sei zurück, sagt Dara Khosrowshahi. „Die Leute fahren wieder zur Arbeit, zum Einkaufen und zu Freunden.“ Geschäftsreisen und Nachtfahrten seien noch nicht auf Vorkrisenniveau, dafür aber werde generell mehr privat gereist. „Die Krise hat unser soziales Verhalten nicht permanent verändert.“ Das zumindest zeigen die Daten, die der Uber-Konzern über seine App sammelt und auswertet. Geschäftsreisende und Messetouristen kämen ebenfalls zurück, prognostiziert der Uber-Konzernchef dem Messe-Standort Frankfurt beim Gespräch in den Redaktionsräumen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung – wenn auch nicht im gleichen Ausmaß wie vor der Krise.

          Falk Heunemann
          Wirtschaftsredakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Ein Stück mehr Normalität wäre im Interesse des Konzerns, der bisher vor allem als Anbieter für Fahrdienstleistungen und Taxi-Konkurrent bekannt wurde. Im ersten Pandemiejahr war der Umsatz um gut ein Viertel auf rund elf Milliarden Dollar gefallen, der Konzern verbuchte einen Verlust von 2,5 Milliarden Dollar. Seitdem hat sich das Geschäft wieder deutlich erholt, doch das verdankt der Konzern seiner Marke Uber Eats: Mit dem Ausliefern von Restaurant-Bestellungen wurde zuletzt sogar mehr erwirtschaftet als mit dem Befördern von Fahrgästen.

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