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Trotz Finanzkrise : Allianz und Commerzbank stehen zu Dresdner-Deal

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Die Commerzbank steht trotz Finanzkrise zum Kauf der Dresdner Bank Bild: ddp

Die Übernahme der Dresdner Bank durch die Commerzbank erfolgt trotz Finanzkrise nach Plan. 64 Manager sollen der ersten Führungsriege des neuen Instituts angehören, 56 wurden schon jetzt ausgewählt. Gut ein Viertel davon arbeitet bei der Dresdner Bank.

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          Der Versicherungskonzern Allianz und die Commerzbank stehen trotz der jüngsten Zuspitzung der Finanzkrise zum Verkauf der Dresdner Bank. „Der Plan steht unverändert“, sagte eine Allianz-Sprecherin. Commerzbank-Chef Martin Blessing erklärte im Zusammenhang mit der Benennung der ersten Führungsebene unter dem Vorstand für das neue Institut: „Die Übernahme der Dresdner Bank erfolgt nach Plan.“ Am Markt hatte es nach der erneuten Eskalation der Finanzkrise Gerüchte gegeben, das vor knapp drei Wochen vereinbarte Milliardengeschäft könnte platzen.

          Bereits am Dienstag hatte Allianz-Chef Michael Diekmann in Bratislava betont, der Verkauf sei nicht in Gefahr. Allerdings sei der zugrunde gelegte Aktienkurs inzwischen stark gesunken. Die Gesamtbewertung der Transaktion stelle sich dadurch noch einmal neu dar. Nähere Angaben dazu machte Diekmann zunächst nicht. Die Allianz hatte sich Ende August mit der Commerzbank auf einen Verkauf ihrer angeschlagenen Tochter Dresdner Bank geeinigt. Der Kaufpreis war auf 9,8 Milliarden Euro beziffert worden. Gut ein Viertel davon sollte die Commerzbank den Vereinbarungen zufolge in bar an die Allianz zahlen. Den Löwenanteil sollte aber ein Aktienpaket für die Allianz an der fusionierten Bank in Höhe von 30 Prozent ausmachen.

          Auch Manager der Dresdner Bank in Führungspositionen

          Der ersten Führungsriege des neuen Instituts unter dem Vorstand gehören nach Angaben der Commerzbank vom Donnerstag - entgegen ersten
          Befürchtungen - auch Manager der Dresdner Bank an. Insgesamt soll die
          Führungsmannschaft der neuen Commerzbank 64 Manager umfassen. 56 davon wurden schon jetzt ausgewählt, „damit sie den Integrationsprozess von Beginn an mitgestalten können“, wie das Institut mitteilte. Gut ein Viertel (15) der Manager arbeiten derzeit bei der Dresdner, 40 sind in der Commerzbank-Gruppe beschäftigt, eine Führungskraft kommt von außen.

          Nach Bekanntgabe der Dresdner-Übernahme hatten sich bei der bisherigen Allianz-Tochter Ängste breitgemacht, bei der Besetzung von Führungspositionen in der neuen Commerzbank zu kurz zu kommen: In den Vorstand des fusionierten Instituts zieht als einziger Dresdner-Bank-Vorstand der Vorsitzende Herbert Walter ein.

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