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Trotz Corona-Pandemie : Hessens Handel erwartet Umsatzplus zu Weihnachten

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Die Erlöse im November und Dezember sollen der Prognose zufolge vom Vorjahreswert um 1,2 Prozent auf 8,8 Milliarden Euro steigen. Bild: dpa

Das Weihnachtsgeschäft trotzt laut Handelsverband der Krise: Insbesondere die Erlöse aus Online-Einkäufen dürften in diesem Jahr ordentlich zulegen. Doch rund ein Drittel der Händler sorgt sich um ihre Existenz.

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          Hessens Einzelhandel erwartet trotz der Corona-Pandemie ein leichtes Umsatzplus im Weihnachtsgeschäft. Die Erlöse in den Monaten November und Dezember sollen der Prognose zufolge vom Vorjahreswert um 1,2 Prozent auf 8,8 Milliarden Euro steigen, wie der Handelsverband Hessen am Montag in Frankfurt berichtete. Dabei gibt es aber erhebliche Verlagerungen auf das Online-Geschäft, das viel stärker um 19 Prozent wächst, sowie zwischen den verschiedenen Warengruppen und Anbietern, wie HVH-Präsident Jochen Ruths erklärte.

          Besonders hart getroffen werden demnach Geschäfte in den Innenstädten mit Textilien, Schuhen, Spielwaren sowie Uhren und Schmuck. Zu den Corona-Gewinnern gehören hingegen der Lebensmittel-Einzelhandel und Baumärkte. Frankfurt leide wegen der fehlenden Touristen, Pendler und Messegäste besonders. Aufs Gesamtjahr gesehen erwartet der Verband einen um 1,5 Prozent steigenden Umsatz von rund 47 Milliarden Euro.

          Bei der Weihnachtsumfrage des Verbandes mit rund 400 Teilnehmern beklagten fast 60 Prozent der Händler, dass der derzeitige Teil-Lockdown einem faktischen Lockdown gleiche. Ein knappes Drittel schätzte die Gefahr hoch oder sehr hoch ein, das eigene Geschäft aufgeben zu müssen.

          Ruths sprach sich für eine Bestandsaufnahme nach Ende der Pandemie aus. Diese werde wie ein Orkan Schneisen hinterlassen, Geschäftsaufgaben seien nicht zu vermeiden. Anschließend müsse mit allen Beteiligten geschaut werden, wie die Situation in den Innenstädten verbessert werden könne. „Wir brauchen das Zusammenspiel mit der Gastronomie und anderen. Der Einzelhandel kann die Innenstädte nicht mehr alleine bespielen“, sagte der Verbands-Vize aus Kassel, Martin Schüller.

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