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Impfstoff gegen Coronavirus : Der Hoffnungsträger

Wissenschaftler durch und durch: Ugur Sahin, Gründer des Mainzer Unternehmens Biontech Bild: dpa

Biontech hat einen ersten Durchbruch bei der Entwicklung eines Impfstoffs gegen das Coronavirus erzielt. Hinter den großen Träumen steht ein bescheidener Wissenschaftler.

          3 Min.

          Der Name klingt wie eine Prophezeiung. „Lightspeed“, Lichtgeschwindigkeit, heißt das Projekt, mit dem Ugur Sahin und seine Firma Biontech nichts Geringeres erreichen wollen, als die Welt von der Gefahr des Coronavirus zu befreien. Das Mainzer Unternehmen und sein Gründer und Vorstandschef haben am Mittwoch bekanntgegeben, dass das Langener Paul-Ehrlich-Institut die klinische Studie für Biontechs Impfstoffprogramm namens BNT162 zur Prävention einer Covid-19-Infektion genehmigt hat. Damit ist es offiziell: Biontech ist einer der Hoffnungsträger im Kampf gegen die Pandemie und darf nun sein Mittel – einen sogenannten RNA-Impfstoff – zunächst an etwa 200 gesunden Freiwilligen testen, um den Stoff auf Verträglichkeit und Wirksamkeit zu testen.

          Daniel Schleidt

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Die Nachricht ist ein weiterer Meilenstein in der noch recht jungen Geschichte eines Unternehmens, das seit Jahren mit hoffnungsvollen Forschungsergebnissen, mutigen Zielen und starkem Wachstum für Aufsehen sorgt. Die Entwicklung und Prüfung des zugelassenen Impfstoff-Kandidaten erfolgte mit beeindruckender Geschwindigkeit: Erst Mitte Januar haben die Biontech-Wissenschaftler mit der Erarbeitung eines Konzepts begonnen, kurz darauf starteten die Forschungsarbeiten. Nun geht es in die Testphase, und das lässt Raum für Träume: Der eine lautet, dass es schon bald einen Impfstoff gegen Covid-19 geben könnte – und dass dieser aus der rheinland-pfälzischen Hauptstadt kommen könnte.

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