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Studie : Hessen hat am stärksten an Wirtschaftsdynamik eingebüßt

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Das Land Hessen hat einer Studie zufolge unter allen Bundesländern im vergangenen Jahr am stärksten an Wirtschaftsdynamik eingebüßt. Binnen Jahresfrist ist Hessen von Platz drei auf Rang neun abgerutscht.

          Das Land Hessen hat einer Studie zufolge unter allen Bundesländern im vergangenen Jahr am stärksten an Wirtschaftsdynamik eingebüßt. Auf einer von der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM), der „Wirtschaftswoche“ und des Kölner Wirtschaftsinstituts IW Consult erstellten Rangliste landete Hessen auf Platz neun. Im Vorjahr lag Hessen noch auf Platz drei. Besonders bei den Faktoren Arbeitsmarkt, Unternehmensperformance und Wohlstand attestiert die am Mittwoch vorgestellte Studie Hessen eine geringe Reformdynamik. Auf der Bestandsrangliste gehört Hessen allerdings zu den besten drei.

          Das Dynamik-Ranking bewertet die Entwicklung der Bundesländer nach 30 ökonomischen und standortrelevanten Indikatoren wie Wirtschaftskraft und Bildungsausgaben. Es berücksichtigt im Gegensatz zum Bestandsranking nicht den Status Quo, sondern ausschließlich die Veränderung im Vergleichszeitraum 2001 bis 2003. Dadurch haben auch Länder mit einer schwächeren Ausgangslage die Chance, einen Spitzenplatz zu erreichen.
          Das Land Sachsen führt die Liste in diesem Jahr an und hat somit das Saarland von Platz eins verdrängt. „Das größte Wirtschaftswachstum, die zweithöchsten Investitionen und das geringste Schuldenwachstum machen Sachsen zum Shootingstar unter den deutschen Bundesländern“, erklärte INSM-Geschäftsführer Tasso Enzweiler. Bei dem ersten Vergleich (2000 bis 2002) lag Sachsen auf Platz sechs.

          Bei geringem Wachstum nimmt Hessen allerdings einen Spitzenplatz auf der Bestandsrangliste ein. Unter den Flächenländern kommt Hessen nach Baden-Württemberg und Bayern auf Platz drei. „Diese drei Siegerländer liegen in der Regel auch bei den Einzelindikatoren Wohlstand, Arbeitsmarkt, Standort, Struktur und Unternehmensperformance auf den vorderen Plätzen“, heißt es in der Untersuchung. Und auch für das Jahr 2005 prognostiziert die Studie den drei Ländern einen Spitzenplatz. Zwar seien die Abstände relativ gering, doch sei mit einem leichten Vorsprung Hessens zu rechnen.

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