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Protest im Öffentlichen Dienst : Streik für eine Übernahme

Protest: Ein Verdi-Mitglied pfeift auf das Angebot der Arbeitgeberseite Bild: dpa

Was ihnen recht ist, das ist uns billig - das sagen sich Bedienstete des Landes Hessen. Sie wollen den Tarifabschluss, den Kolleginnen und Kollegen in anderen Ländern schon erstritten haben. Dafür gehen sie auf die Straße.

          Den ganzen heutigen Dienstag lang werden Beschäftigte des öffentlichen Dienstes in Hessen ihre Arbeit niederlegen. Mit dem Warnstreik wollen sie Druck auf die Landesregierung ausüben, ihren Lohnforderungen nachzukommen. Teilnehmen dürften Mitarbeiter vieler Landesbehörden, darunter von Hochschulen, Straßenmeistereien, Forstverwaltungen, Gerichten und Gefängnissen.

          Falk Heunemann

          Wirtschaftsredakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Zudem sind in vier Städten Kundgebungen geplant, in Wiesbaden von 11 Uhr an vor dem Hauptbahnhof und in Darmstadt von 12 Uhr an auf dem Ludwigsplatz. Von dem Warnstreik nicht betroffen sind Einrichtungen des Bundes und der Kommunen.

          Anderswo gibt´s acht Prozent mehr

          In Hessen fordern die Gewerkschaften für die 45.000 Landesbeschäftigten sechs Prozent mehr Geld pro Jahr, mindestens 200 Euro. Es ist aber zu erwarten, dass darüber gesprochen wird, den Abschluss der 15 anderen Bundesländer für Hessen zu übernehmen, so wie es schon bei früheren Tarifgesprächen geschehen ist. Die nächste Verhandlungsrunde ist am Donnerstag in Dietzenbach geplant.

          Hessen ist das einzige Bundesland, das nicht der Tarifgemeinschaft deutscher Länder angehört. Der Arbeitgeberverband von 15 Landesregierungen hatte schon Ende Februar mit den Gewerkschaften eine Lohnerhöhung von rund drei Prozent jährlich vereinbart – acht Prozent für die Laufzeit des Tarifvertrags von 33 Monaten.

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