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Streik von Piloten droht : Für Ryanair wird der Sommer besonders heiß

Werden seine deutschen Kollegen für den Streik stimmen: Ryanair-Pilot auf dem Flughafen Stansted bei London Bild: CLODAGH KILCOYNE

Die irische Fluglinie Ryanair sieht sich mitten in der Hochsaison streikbereiten Mitarbeitern in ganz Europa gegenüber. Schon morgen droht die erste Arbeitsniederlegung.

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          Dem einen oder anderen vom Fluglärm geplagten Anrainer des Frankfurter Flughafens wird es womöglich heimliche Freude bereiten: Die irische Discount-Fluglinie Ryanair, die in den vergangenen Monaten vor allem dadurch negativ aufgefallen ist, dass sie das Nachtflugverbot am größten deutschen Flughafen oft verletzt hat, steht vor einer Welle von Streiks. Es kommt die Billigfluglinie nun teuer zu stehen, dass sie ihre Mitarbeiter in Cockpit und Kabine offenbar nicht wirklich gut behandelt, geschweige denn so bezahlt hat.

          Jochen Remmert

          Flughafenredakteur und Korrespondent Rhein-Main-Süd.

          Immer wieder haben Piloten auch dieser Zeitung von erzwungener Scheinselbständigkeit berichtet und davon, dass Kollegen auch krank und unter Medikamenteneinfluss flögen, um die erforderlichen Flugstunden zu schaffen und finanziell über die Runden zu kommen. Wohl auch deshalb haben sich immer mehr Piloten in Gewerkschaften organisiert. Daran konnten auch die markigen Missfallensäußerungen von Airline-Chef Michael O‘Leary nichts ändern, im Gegenteil.

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